Die Wirtschaftskammerwahl im März 2025 steht vor der Tür, die Nervosität in Tirol steigt! Alte Rechnungen zwischen den Kontrahenten der Wirtschaftsbund-Wahl – LR Mario Gerber und WK-Präsidentin Barbara Thaler – sind noch offen.
Als frisch gebackene Wirtschaftskammer-Präsidentin versprach Barbara Thaler einen versöhnlichen Stil. Ein Jahr später ist davon nicht mehr viel übrig. Dies dürfte der bevorstehenden Wirtschaftskammerwahl im März 2025 geschuldet sein. Denn die politische Großwetterlage hat sich seit 2020 geändert. Gewinne für die ÖVP und Grüne auf Platz zwei: eher unrealistisch!
Reibebaum im Landhaus
Hinzu kommt, dass Wirtschaftslandesrat Mario Gerber für Thaler einen 1A-Reibebaum abgibt. Er war ihr Gegenkandidat bei der Wirtschaftsbund-Wahl und hatte 8 von 9 Bezirksobleuten hinter sich. Trotzdem unterlag er sehr deutlich. Gut möglich, dass bei der Wahl alte Rechnungen beglichen werden.
An den 13 Millionen Euro wird nicht mehr gerüttelt.

Wirtschaftslandesrat Mario Gerber
Bild: Christof Birbaumer
Änderungswünsche der Kammer
Die Nervosität in der Kammer steigt jedenfalls. Das zeigt sich auch beim MCI, wo Thaler eine Entscheidung bis Weihnachten einforderte. Oder beim Tourismusgesetz, wo Thaler 101 Änderungswünsche deponierte, obwohl die Reform eine Entlastung von 13 Millionen Euro für die Tiroler Betriebe bringt.

Neiddebatte als Eigentor
Diesen politischen Erfolg gönnt die Wirtschaftskammer Gerber in Vorwahlzeiten offenbar nicht und fordert jetzt Nachverhandlungen bei den einzelnen Berufsgruppen. Ein aufgelegter Elfer für ihn: Er hat die einzelnen Sparten zu Gesprächen eingeladen. Diese sollen Anfang des nächsten Jahres starten. Einige Funktionäre schütteln bereits den Kopf: Mit einer drohenden Neiddebatte im Wahlkampf habe sich die Kammerspitze ein Eigentor geschossen.
„Die politische Linie ist klar: An den 13 Millionen Euro wird nicht mehr gerüttelt“, betonte Gerber im Landtag.
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