Nachdem das Land Tirol die Aufenthaltsabgabe neu geregelt hat, geht es Schlag auf Schlag. Am Dienstag hat Innsbruck eine Verdoppelung der Kurtaxe fixiert. Das Ötztal dürfte am Donnerstag ebenfalls erhöhen.
Während Wirtschaftskammer und Tourismus-LR Mario Gerber (ÖVP) noch um einige Bedingungen für die Tourismusabgabe ringen, ist eine Vorgabe für Tourismusverbände (TVB) fix: Die Aufenthaltsabgabe, kurz Kurtaxe, muss laut Verordnung auf mindestens 2,6 Euro angehoben werden (max. 5 €).
Damit soll mehr Geld direkt über den Gast in die Kassen der TVBs gespült werden.
Kritik am Land und an der Verdoppelung in Innsbruck
In Innsbruck wird die Kurtaxe ab Mai 2025 von zwei auf drei Euro erhöht und ein Jahr später im Mai 2026 auf vier Euro. Das wurde am Dienstag nach einer kurzen Diskussion bei der TVB-Vollversammlung in Igls doch deutlicher als erwartet beschlossen. 153 stimmberechtigte Personen waren dafür, 73 dagegen.
Eine Kritik richtete sich ans Land. Eine Abgabe in Prozent des Zimmerpreises – wie in Wien – forderten einige. Das ist in Tirol aber nicht vorgesehen. Gegner der Erhöhung gibt es vor allem unter Stadt-Hoteliers. Dort stimmten einige dagegen. Sie möchten lieber bei den Ausgaben sparen.
Unsere aktuelle Strategie baut wieder vermehrt Brücken zur Bevölkerung, zeigt Chancen durch den Tourismus auf, stellt sich aber auch Problemen.
Barbara Plattner, GF TVB Innsbuck
Ausgeglichene Bilanzierung erst ab 2027
Innsbruck und seinen 40 Feriendörfern bringt die erhöhte Aufenthaltsabgabe im kommenden Jahr laut Prognose 8 Mio. Euro. Das wären um 1,6 Millionen mehr als heuer. Das deckt aber nicht die Rückgänge bei Pflichtbeiträgen. Das Minus ist laut TVB-Geschäftsführerin Barbara Plattner durch Rücklagen gedeckt. Erst ab 2027 dürfte wieder ausgeglichen bilanziert werden.
Viele TVBs schrauben an der Kurtaxe. So hat sich zuletzt das Stubaital auf 4,80 € verständigt, Paznaun auf eine Staffelung zwischen vier und fünf Euro. Im Ötztal dürfte am Donnerstag eine Erhöhung auf fünf Euro beschlossen werden.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.