Fritz Gurgiser vom Transitforum fordert einen fairen Wettbewerb von Straße und Schiene und hat eine klare Empfehlung für die Politik. Auch die IG Luft-Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstäube müssten angepasst werden.
Während in Wien die Dreier-Koalition verhandelt wird, geht Fritz Gurgiser, Obmann des Transitforums, mit der Verkehrspolitik hart ins Gericht. „Es wird Zeit, dass der Transit-Dauerschlaf beendet wird“, so Gurgiser im „Krone“-Gespräch. Er fordert einen fairen Wettbewerb von Straße und Schiene – Stichwort Verlagerung!
Es braucht auch eine erhöhte bzw. verursachergerechte Lkw-Maut von Rosenheim bis Verona. Und für Lkw-Fahrer muss es einen Mindestlohn von 5000 Euro geben.
Fritz Gurgiser, Obmann des Transitforums
„Es nützt nichts, wenn man Milliarden in den Bahnausbau investiert, gleichzeitig aber mit verkehrs-, finanz- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen die Bahn im Wettbewerb schlechter stellt.“ Die künftige Regierung müsse sicherstellen, dass grenzüberschreitende Güterzüge auch wirklich durchfahren können – ohne Unterbrechungen, Verzögerungen, tagelangem Stillstand und Zwischendurch-Transport auf der Straße wie derzeit.
Darüber hinaus müssen die neuen IG Luft-Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstäube angepasst werden. „Es braucht auch eine erhöhte bzw. verursachergerechte Lkw-Maut von Rosenheim bis Verona. Und für Lkw-Fahrer muss es einen Mindestlohn von 5000 Euro geben“, hat der oberste Transit-Bekämpfer klare Vorstellungen.
Von der ÖVP verlangt er, dass diese das Verkehrsministerium übernimmt: „Sie soll einmal Verantwortung übernehmen. Bisher hat sie nämlich deshalb auf den Posten verzichtet, um im Hintergrund ihre Frächterklientel unterstützen zu können!“
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