Im 139-Seelen-Ort Hafning nahe Neunkirchen werden ganz besondere Wintersportgeräte produziert. Die Ski werden individuell angefertigt, helfen bei Knie- und Bandscheibenproblemen und werden auf Wunsch auch personalisiert. Ein Paar vergoldeter „Brettln“ ging sogar nach Dubai.
Gerhard Haiden ist gelernter Kfz-Mechaniker und Skiläufer aus Leidenschaft. Nie hat ihm ein Ski gepasst. „Zu hart, zu weich“, so Haiden. Bis er sich dann eines Tages dazu entschloss, sich seine eigenen „Brettln“ zu bauen. Das war vor 16 Jahren. Sein Ziel: „Ich möchte den weltbesten Ski erschaffen.“ Die ersten 100 Paare waren nicht perfekt. Mittlerweile sind sie es – und mit Partner Manfred Nagl vertreibt Haiden die handgemachten Wintersportgeräte seit 2023 unter der Marke „Haidenski“.
Nur hochwertigste Materialien
Bei der Verarbeitung werden nur hochwertige Materialien verwendet, wie beispielsweise Eschenholz, geschlagen zwei Tage vor Vollmond an den Skorpiontagen.
Für Kunden mit Knie- oder Bandscheibenproblemen fließen eigene Anforderungen mit in die Produktion ein.
Die Designs variieren vom schlicht-eleganten schwarzen Carbonski über Holzdesign bis hin zu kreativ gestalteter Oberfläche von Künstlern wie Andreas Reimann oder Bernd Püribauer. „Die Kunden können aber auch selbst das Design gestalten“, erklärt Manfred Nagl, was vor allem bei Firmenkunden sehr gut ankommt.
Die Bestellung erfolgt online, ein Fragebogen muss vorab genau ausgefüllt werden. „Hier müssen wir darauf vertrauen, dass der Kunde ehrlich ist“, so Nagl. Denn beim Gewicht und beim Fahrkönnen „schummeln die Leute gern“.
80 bis 100 Paare werden pro Jahr in der kleinen Werkstatt in Hafning produziert und ausgeliefert. „Wir hatten auch schon eine Bestellung aus Dubai, bei der der Besitzer ein Design aus Blattgold wünschte“, freut sich Haiden.
Vier bis sechs Wochen später hält der Kunde dann sein perfekt maßgeschneidertes Paar Ski in der Hand.
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