Kein Billigtourismus

Das Südbahnhotel soll wieder ein Grandhotel werden

Niederösterreich
24.11.2024 13:00

In seiner Blütezeit war das Südbahnhotel ein Grandhotel mit 350 Zimmer für den Adel und für reiche Leute. Investor Christian Zeller hat das Haus 2022 über seine Privatstiftung gekauft und hegt seitdem große Pläne für eine Wiedereröffnung. Kritik und Ängste gibt es von Anrainern und Hoteliers. 

Zubauten für neue Zimmer, eine Tiefgarage für 170 Autos, zwei Villen und ein Spa-Bereich sowie aufwändige Renovierungsarbeiten des unter Denkmalschutz stehenden Südbahnhotels stehen bevor. „Es soll wieder – so wie früher – eine Kombination aus Hotel und Veranstaltungsort werden“, so Zeller.

Kritik: „Das rechnet sich nicht“

Aber wo große Visionen sind, ist auch viel Kritik: vor allem von Anrainern und auch von anderen Hoteliers. „Das rechnet sich nicht“, heißt es hinter vorgehaltener Hand. „Wenn das Südbahnhotel die Initiative übernimmt und wieder aufsperrt, dann wird es ein Leitbetrieb sein und andere werden auch den Mut bekommen, zu öffnen“, ist Zeller indes davon überzeugt, den Semmering wieder zu einem Hotspot im Qualitätstourismus zu machen. „Wir wollen keine Papptellertouristen, die ihr Essen mitbringen und ihren Müll hier lassen.“

Momentan dient das Südbahnhotel als Veranstaltungsort, als Hochzeitslocation oder als Drehort ...
Momentan dient das Südbahnhotel als Veranstaltungsort, als Hochzeitslocation oder als Drehort für Filme.(Bild: Doris_SEEBACHER)
Zeller möchte wieder Leben in die wunderschönen Räume des Hotels bringen. Das gelingt jedoch ...
Zeller möchte wieder Leben in die wunderschönen Räume des Hotels bringen. Das gelingt jedoch nur, wenn zu den 80 betehenden Zimmern im Hotel weitere Räume durch Zubauten geschaffen werden.(Bild: Doris_SEEBACHER)


Wann ist nun realistischer Baustart?

„Wenn alles gut geht, dann erfolgt 2025 die Umwidmung, danach für eineinhalb Jahre eine freiwillige UVP“, rechnet der Investor. Erst dann können weitere Überlegungen angedacht werden. Wie sieht ein Verkehrs- und Energiekonzept dazu aus? Wie die Umweltbelastung? „Alle Umbauten müssen mit Weltkulturregion und Natura2000-Gebiet verträglich sein“, so Zeller. „Ob und wie dann alles umgesetzt werden kann, das entscheiden erst die Folgeverfahren, wo auch die Gemeinde eingebunden ist.“

Noch sei es noch zu früh, über ungelegte Eier viel zu gackern. „Das verhindert nur die Konkretisierung des nächsten Schrittes“, so Zeller. Und: „Wir werden es sowieso nicht jedem hier im Ort recht machen können“.

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