"Ich mag eigentlich selber nicht mehr hinein", so Helga Duffek (Bild 2), die Kuratorin der Pfarrgemeinde in Krumpendorf, bei einem Lokalaugenschein am Montag. Und der Anblick ist wahrlich nicht "g'schmackig": Tausende tote Stubenfliegen übersäen den Boden der 1968 erbauten Kirche, in der seit zwei Jahren kein Gottesdienst mehr abgehalten wurde.
Duffek: "Die Plage wurde immer schlimmer. Bei dem Gesumme war an Andacht nicht zu denken. Und niemand konnte uns helfen, auch die 'Ghosthunter' aus Wien (Verein für paranormale Untersuchungen, Anm.) nicht. Am Ende haben wir auch noch die Fenster offen gelassen, in der Hoffnung, dass das Ungeziefer rausfliegt. Aber stattdessen haben sich auch noch Vögel bei uns eingenistet."
"Es gibt eine einfache Erklärung"
Im Ort wurde bereits gemutmaßt, dass die Tiere von Gott geschickt worden seien. Der Kärntner Zoologe Christian Wieser (Bild 1) glaubt jedoch nicht an ein "himmlisches Zeichen": "Es gibt eine einfache Erklärung. Das hohe Dach zieht die Fliegen an. Sie gelangen über kleine Ritzen im Dach ins Innere und fühlen sich im Warmen wohl."
Weil das denkmalgeschützte Gotteshaus damit unbenutzbar ist, gab es bereits Pläne, alles niederzureißen. Landeskonservator Gorazd Zivkovic (Bild 3, rechts) winkt jedoch ab: "Die Kirche hat einen hohen architektonischen Wert, sie muss erhalten bleiben und das Dach saniert werden. Dann bleiben auch die Fliegen weg." Für die Pfarrgemeinde ist das jedoch kein Thema mehr. Ein privater Käufer soll ein Veranstaltungszentrum daraus machen.
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