Die „Krone“ enthüllte ein Geheimpapier zur Grazer Mobilitätsstrategie, die eine komplette Neuordnung des Straßennetzes in Graz vorsieht. ÖVP und FPÖ steigen auf die Barrikaden: „Ein Zerstörungsplan gegen Wirtschaft und Autolenker!“
Hohe Wellen schlug die gestrige „Krone“-Enthüllung zum „Mobilitätsplan Graz 2040“. Der uns vorliegende Entwurf des geheimen, 103 Seiten starken Papiers sieht eine komplette Neuordnung des Straßennetzes in Graz vor – mit grünem Licht für die Öffis und Nachrang für den Individualverkehr.
Wut über die „Skandalpläne der linken Stadtregierung, die die letzten Tage vor der Landtagswahl überschatten“, herrscht bei den Freiheitlichen. Die Vorhaben „kommen einem Zerstörungsplan gegen Wirtschaft und Autolenker gleich“, poltert FPÖ-Chef Mario Kunasek.
Würden tatsächlich, wie im MP2040 explizit genannt, auch wichtige Straßen in der Innenstadt zu „Umweltverbundachsen“ umgewandelt, wäre das „ein Todesstoß für die Innenstadtwirtschaft“. „Das Skandalvorhaben, Graz über weite Teile für Pkw-Lenker quasi unbefahrbar zu machen, muss sofort eingestampft werden!“
ÖVP: „Nicht nachhaltig und nicht zukunftsorientiert“
Der ausgelöste Wirbel sei „berechtigt“, sagt der Grazer ÖVP-Stadtparteiobmann Kurt Hohensinner und verlangt Transparenz zu den Plänen: „Die nun publik gewordene Strategie, Autofahrer stark einzuschränken, während gleichzeitig die Alternativen fehlen, ist weder nachhaltig noch zukunftsorientiert.“
ÖVP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg fordert einen Verkehrsplan, der „auch die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes im Blick“ hat.
Die grüne Klubobfrau Sandra Krautwaschl unterstützt die Pläne der Rathauskoalition: Der Mobilitätsplan sei „ein Konzept voller Chancen“.
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