Laufen, Klettern, Personen retten – das und mehr verlangt die Berufsfeuerwehr Salzburg von Neuanwärtern. Beim Aufnahmetest gab es viermal mehr Bewerber als Stellen. Wie viele durchkamen und was sie alles bewältigen mussten.
Noch ein, zwei Tage müssen sich die neuen Kandidaten gedulden. Dann erfahren sie, wer von ihnen den harten Aufnahmetest bei der Berufsfeuerwehr Salzburg geschafft hat. Es wird knapp. Denn um die sieben bis neun bald zu vergebenden Stellen haben 31 Kandidaten gerittert – etwa gleich viele wie in den vorigen Jahren.
Die Absolvierung der Übungen ist sehr kräftezehrend. Ausschlaggebend ist auch der Beruf der Bewerber und ein Hearing.

Neuer Branddirektor Werner Kloiber , Salzburger Berufsfeuerwehr
Bild: Werner Kloiber
Seit Montag steht fest: Rund 20 bestanden am Samstag den Sporttest. „Wir reihen sie nach Punkten und binden das Personalamt der Stadt Salzburg ein. Dann informieren wir die Kandidaten“, schildert der neue Branddirektor Werner Kloiber. Die einzige Kandidatin habe nicht bestanden, „aber für ihr erstmaliges Antreten eine tolle Leistung erbracht“. Einige der Männer traten zum zweiten, dritten Mal an.
Branddirektor hofft auf Bewerbungen von Frauen
„Ich hoffe, die Kandidatin bewirbt sich wieder und dass das künftig mehr Frauen machen“, sagt Kloiber. Die Krux dabei ist: Ein technischer oder ein handwerklicher Beruf ist für eine Einstellung Voraussetzung. Ausschlaggebend sind auch ein theoretischer Eignungstest und ein Hearing. Von den mehr als 50 Bewerbern erfüllten heuer rund 40 die formellen Erfordernisse, 31 durften zum Sporttest.
Der hat es in sich. Die Anwärter mussten unter anderem 300 Meter Schwimmen, Tauchen, Liegestütze und Wechselsprünge ohne Pause machen und handwerkliche Aufgaben absolvieren. Die Schwindelfreiheit wurde auf der Drehleiter getestet. Binnen zwei Minuten musste man 30 Meter hoch klettern.
Am forderndsten ist unter anderem die Rettung einer 75-Kilo-Puppe über 66 Meter.

Ausbildungsoffizier Stefan Krakowitzer
Bild: BF Salzburg
Ausbildungsoffizier Stefan Krakowitzer beschreibt: „Das Schwierigste ist die Kombination aller sportlichen Stationen hintereinander. Am forderndsten ist unter anderem die Rettung einer 75-Kilo-Puppe über 66 Meter und der Lauf.“ Hier scheitern die meisten Kandidaten. Wer aufgenommen wird, beginnt im Februar eine Grundausbildung. Dort erlernen die Männer den Beruf Feuerwehrmann dann richtig.
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