Keinen Alarm ausgelöst

Brand in indischem Spital: Zehn Neugeborene tot

Ausland
16.11.2024 07:30
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem Feuer in einem Krankenhaus in der nordindischen Stadt Jhansi sind nach Behördenangaben mindestens zehn Neugeborene ums Leben gekommen. 16 weitere Säuglinge sollen nach dem Brand in Lebensgefahr schweben.

„Zehn Säuglinge sind leider gestorben“, sagte ein Vertreter der Regierung des Bundesstaates Uttar Pradesh am Samstag zum Brand von Freitagabend. „Sieben Leichen sind identifiziert. Drei Leichen wurden bisher nicht identifiziert“, sagte der Sprecher.

Kurzschluss Ursache für den Brand
Das Feuer war am Freitag gegen 22.30 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) auf der Neugeborenenstation der Klinik ausgebrochen. Das Nachrichtenportal „Times Now“ berichtete, dass weitere 16 Säuglinge nach dem Brand in Lebensgefahr schwebten. Nach Angaben des Senders NDTV befanden sich insgesamt 54 Neugeborene auf der Station, als sich das Feuer entzündete. Ersten Erkenntnissen zufolge soll ein Kurzschluss den Brand verursacht haben.

(Bild: kameraOne (Screenshot))

Feuer löste im Spital Massenpanik aus
Weil kein Alarm ausgelöst worden sei, habe sich die Evakuierung der Kinder verzögert, hieß es in den Berichten. Das Feuer habe eine Massenpanik ausgelöst, als Patienten und Angehörige versuchten, das Gebäude zu verlassen. Inzwischen seien die Flammen gelöscht.

Der indische Regierungschef Narendra Modi nannte die Todesfälle in einem Beitrag im Onlinedienst X „herzzerreißend“. „Mein tiefes Beileid an diejenigen, die ihre unschuldigen Kinder verloren haben“, erklärte Modi. „Ich bete zu Gott, dass er ihnen die Kraft gibt, diesen immensen Verlust zu ertragen.“ Der Regierungschef von Uttar Pradesh, Yogi Adityanath, ordnete eine sofortige Untersuchung des Vorfalls sowie Entschädigung für die Betroffenen an.

Häufig Brände wegen niedriger Sicherheitsstandards
Wegen niedriger Sicherheitsstandards und fehlender Brandschutzkontrollen kommt es in Indien häufig zu Bränden. Viele öffentliche Gebäude verfügen weder über Fluchtwege noch über funktionierende Feuerlöscher.

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