Durfte nach Hause

Steirer aufgespießt: “Das hätte anders ausgehen können”

Österreich
23.04.2013 08:05
Er hat in der Grazer Uniklinik am 20. April seinen 31. Geburtstag gefeiert - und ist darüber unbeschreiblich glücklich. "Das alles hätte nämlich auch ganz anders ausgehen können", sagt Wolfgang Huber aus Vasoldsberg in der Steiermark, der, wie berichtet, von einer Eisenstange aufgespießt worden war. Am Dienstag durfte er das Spital verlassen.

Angesichts eines solchen Unfalls bleibt einem fast der Mund offen. Wolfgang Huber (im Bild links) war von seiner eigenen Geburtstagsvorfeier ("Ich hab' fast nix getrunken") nach Hause gekommen und noch in den Keller gegangen. Dabei fiel er über die Stiege auf ein unfertiges Geländer, eine Eisenstange bohrte sich in die Achselhöhle, durch den Oberkörper und trat am Nacken wieder aus.

"Merkte nur, ich häng' da irgendwie fest"
Stundenlang konnte er sich nicht rühren, schrie und klopfte um Hilfe. "Ich kann Ihnen heute nicht mehr sagen, was da in mir vorgegangen ist. Ich hatte auch keine Schmerzen, hab' in der Finsternis nichts gesehen, merkte nur, ich häng' da irgendwie fest. Ich muss zwischendurch weggebrochen sein und hab' nur gehofft, dass meine Eltern nebenan mich endlich rufen hören", schildert Huber die schrecklichen Momente.

"Er wird wieder der Alte"
Die Ärzte, speziell Rainer Gumpert und Otmar Leithgöb (im Bild rechts), leisteten in der Grazer Uniklinik Spitzenarbeit. Denn besonders die Versorgung der Wunde am Hinterkopf, forderte das ganze Können der Mediziner. "Das ist nämlich alles andere als einfach gewesen - wir sind da schon ein bisserl stolz drauf", so Leithgöb. "Ich verdank' ihnen echt viel", so Huber über seine behandelten Ärzte. 

"Daheim zu faulenzen ist nix für mich" 
Am Dienstag durfte der 31-Jährige endlich nach Hause. "Er braucht noch Nachsorge und Physiotherapie", so Leithgöb. "Aber er wird wieder der Alte." Das will Huber auch so schnell wie möglich werden und bald arbeiten gehen. "Daheim zu faulenzen ist nix für mich", erklärt der 31-Jährige. Und künftig feiert er seinen Geburtstag auch noch am 12. April, dem Unglückstag. "Denn der hätte anders ausgehen können." 

Übrigens: Was er in jener Nacht im Keller wollte, das beschäftigt ihn heute noch. "Ich weiß es einfach nicht mehr", erklärt Huber.

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