Wird’s heuer wieder einmal was mit einer groß angelegten Silvesterparty am Hauptplatz oder anderswo in der Linzer Innenstadt? Und wenn ja, wer zahlt überhaupt die Gaudi? VP-Stadtvize Martin Hajart drängt seit Ende September drauf, jetzt hat er die mögliche Realisierung tatsächlich selbst in der Hand.
Rückblick: Ende September ließ JVP-Linz-Obmann und Gemeinderat Mario Hofer im Gespräch mit der „Krone“ verlauten: „Der zurückgetretene Bürgermeister Klaus Luger war für eine Silvesterfeier in Linz – gelinde gesagt – nicht gerade ein Raketenantrieb. Lösen wir endlich die rote Party-Bremse, es ist an der Zeit, dass sich in unserer Stadt wieder etwas tut.“ Unterstützung bekam er dabei von VP-Stadtvize Martin Hajart, der wenig später – wie berichtet – per Dringlichkeitsantrag eine Party zum Jahreswechsel auf städtische Kosten im Gemeinderat zum Thema machen wollte.
„Silvestergaudi ist eine Kulturveranstaltung“
Dort bekam Hajart bekanntlich sein Bestreben postwendend retour. Denn die anderen Fraktionen sahen seinen Antrag am besten bei VP-Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer aufgehoben, „eine Silvestergaudi wäre schließlich eine Kulturveranstaltung“. Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten und Hotellerie-Obmann Michael Nell lud der Hajart daraufhin zum Gastro-Gipfel, um die Bereitschaft unter den Linzer Gastronomen auszuloten.
Konzept umfasst mehrere Bühnen und ein Feuerwerk
In einem erstellten Konzept, das der „Krone“ vorliegt, ist von rund 30 Wirten die Rede, die ihre Gastgärten bis nach Mitternacht bespielen würden – und dass man mehrere kleine Bühnen entlang der Landstraße aufbauen wolle. Zudem gibt es die Idee für einen Silvester-Audio-Stream, auf den alle Gastronomen zugreifen könnten, um ihn in ihren Lokalen abzuspielen. Ab 23 Uhr könnte der Stream dann live auf einer Bühne in Nibelungenbrücke-Nähe stattfinden – inklusive gemeinsamem Countdown und Silvesterfeuerwerk.
Wie man das alles innerhalb weniger Wochen bewerkstelligen wolle sowie eine detaillierte Kostenaufstellung sucht man im dreiseitigen Werk allerdings vergebens.
Wirtschaftsressort würde der Kultur was beisteuern
Nicht nur deshalb soll man damit auch im Wirtschaftsressort abgeblitzt sein. Wenngleich man sich dort zumindest offen dafür zeigt, zum Beitrag des Kulturressorts maximal 25.000 Euro in Form einer Kreditübertragung beizusteuern – der Ball liegt wieder bei der ÖVP.
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