Die Industrie leidet unter der Rezession, Unsicherheit macht sich breit, weil die Lücken in vielen Auftragsbüchern immer größer werden – während heimische Betriebe immer mehr unter der wirtschaftlichen Lage leiden, zeigt sich das in der Statistik des AMS Oberösterreich verhältnismäßig wenig. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent ist das Land ob der Enns das Vorzeige-Bundesland.
33.797 Oberösterreicher waren im Oktober auf Jobsuche, davon 15.447 Frauen und 18.350 Männer. Darüber hinaus waren noch 10.548 Menschen in Schulung und damit ebenfalls gerade kein aktiver Teil des Arbeitsmarktes. Im Vergleich zum Oktober 2023 bedeutete das eine Zunahme von etwas mehr als 5000 Personen, die auf Jobsuche waren.
„Der gleichmäßige Anstieg der Arbeitsuchenden zeigt sich über alle Ausbildungsniveaus, der Rückgang der offenen Stellen zieht sich durch alle Branchen“, sagt Iris Schmidt, Geschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Oberösterreich.
Mit einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent ist Oberösterreich das Vorzeige-Bundesland: Kein Bundesland hat so eine niedrige Quote wie das Land ob der Enns. Trotzdem lässt sich Iris Schmidt davon nicht täuschen.
Für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen wird‘s schwieriger
Denn wer die Zahlen genauer analysiert, stellt fest, dass es Ältere und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen schwerer haben, in Arbeit zu bleiben. Im Jahresvergleich stieg etwa der Menschen, die ohne Job sind und gesundheitliche Einschränkungen haben, auf 10.423, im Oktober 2023 waren es noch 8908 gewesen.
Schmidt ist angesichts des Zuwachses bei den Langzeitbeschäftigungslosen besorgt. In der Statistik waren von diesem Schicksal 7904 Oberösterreicher im Oktober betroffen. „Maßnahmen zur Stabilisierung der Langzeitbeschäftigungslosigkeit sind bereits in Umsetzung und sollten die nächsten Monate Wirkung zeigen“, so die AMS-OÖ-Chefin. Als langzeitbeschäftigungslos gilt, wer länger als 365 Tage beim AMS vorgemerkt ist.
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