Die Landesregierung hat ihre Unterstützung für das Projekt zum Schutz der Wiesenbrüter im Rheintal um weitere fünf Jahre für den Zeitraum 2025 bis 2030 verlängert und dem Naturschutzbund Vorarlberg einen Förderbeitrag in Höhe von 226.600 Euro zugesagt.
„Mit der Unterstützung dieses Projektes tragen wir zentral zum Erhalt dieser bedrohten und gefährdeten Vogelarten bei“, betont Naturschutzlandesrat Daniel Zadra. Die Streuwiesenkomplexe im nördlichen Rheintal Vorarlbergs sind als letzte Refugien einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt von herausragendem Wert für den Naturschutz. Sie zählen zu den wichtigsten Brutgebieten für Wiesenvögel im Bodenseeraum. Hier brüten unter anderem die in Vorarlberg vom Aussterben bedrohten und europaweit gefährdeten Wiesenvogelarten Großer Brachvogel, Kiebitz, Wachtelkönig, und Braunkehlchen.
Erste Erfolge, aber auch Herausforderungen
„Seit 2006 unternimmt der Naturschutzbund Vorarlberg gemeinsam mit vielen anderen Akteuren große Anstrengungen zum Erhalt und zur Wiederansiedlung dieser gefährdeten Vogelarten“, erklärt Zadra. Und es gibt Erfolge: Bei den Braunkehlchen und den Kiebitzen ist es gelungen, die Population deutlich zu vergrößern. Noch sind die Bestände aber zu klein, um von einer finalen Rettung zu sprechen – vor allem die hohe Sterblichkeitsrate der flügge gewordenen Küken macht Sorgen und bedarf weiterer Schutzmaßnahmen.
Brachvogel bereitet Kopfzerbrechen
Gewaltiges Kopfzerbrechen bereitet den Fachleuten hingegen nach wie vor der Bestand des Großen Brachvogels, von dem es nur noch wenige Exemplare gibt. „Diesen Tieren fehlen vor allem geeignete Habitate“, erläutert Zadra. Aus diesem Grund soll in der kommenden Programmperiode der Schwerpunkt auf neuen Methoden des Gelegeschutzes liegen, um die Überlebensrate zu steigern.
Nachhaltige Verbesserungen könnte das von der EU geförderte Renaturierungsprojekt „Vielfalt Rheindelta“ bringen. Die Planungen laufen auf Hochtouren, mit der Realisierung würden auch neue Lebensräume für die Wiesenvögel geschaffen.
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