Zug um Zug wird die Mattigtalbahn attraktiver und moderner. Auf Salzburger Seite ist die Elektrifizierung bereits abgeschlossen, nun werden auf oberösterreichischer Seite die restlichen 42 Kilometer auch unter Strom gesetzt. Bis 2027 soll das insgesamt 300 Milionen Euro teure Projekt abgeschlossen sein.
„Ein Musterbeispiel einer modernen Regionalbahn“, ist für ÖBB-Boss Andreas Matthä die Mattigtalbahn. Auf Salzburger Seite wurde die Zugstrecke von Steindorf bis Friedburg bereits unter Strom gesetzt. Nun erfolgte der Startschuss für die Elektrifizierung auf oberösterreichischer Seite von Friedburg bis Braunau.
772 neue Masten
Bis 2027 werden auf der 42 Kilometer langen Trasse 772 Masten errichtet. Als wichtige Vorarbeiten für die Elektrifizierung wird rund die Hälfte aller 63 Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke modernisiert, der Rest aufgelassen. Im Zuge der Streichung der Kreuzungen muss auch die Haltestelle Furth aufgelassen werden. Sie wird ab dem bald anstehenden Fahrplanwechsel nicht mehr angefahren. Eine Ersatzhaltestelle im Gemeindegebiet Schalchen ist laut den ÖBB in Planung.
Moderniesierung der Bahnhöfe
Noch vor dem Auftakt der Elektrifizierung wurden die Bahnhöfe Munderfing, Mattighofen und Mauerkirchen modernisiert und mit Pendlerparkplätzen versehen. Einzigartig sind die PV-Überdachungen der Bahnsteige in Mattighofen. Insgesamt investieren die ÖBB, die Länder Oberösterreich und Salzburg sowie die anliegenden Gemeinden rund 300 Millionen Euro in die Modernisierung der Mattigtalbahn.
Mit dem größten Schienen-Investitionspaket in der oberösterreichischen Geschichte soll die Schienen-Infrastruktur sicher, verlässlich und modern gestaltet werden.
Verkehrslandesrat Günther Steinkellner, FPÖ
„Dieses Projekt ist Teil des größten Schienen-Investitionspakets in der oberösterreichischen Geschichte“, so Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner von der FPÖ. Der Braunauer VP-Landtagsabgeordnete Klaus Mühhlbacher fügt hinzu: „Die Verbesserung der Verkehrsanbindung zwischen Salzburg und Braunau macht die Region für Betriebsansiedlungen noch attraktiver.“ MZ
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