Kritik erneuert
ASV Siegendorf: FPÖ will Insolvenz statt Rettung
Mit dem 180.000 Euro teuren Rettungspaket von Landesregierung und Gemeinde für den ASV Siegendorf sind die Freiheitlichen gar nicht einverstanden. Das Land verteidigt hingehen das Vorgehen.
Sportlich läuft es für den SV Siegendorf in der Regionalliga Ost derzeit nur mittelprächtig. Dafür ist der Verein nach dem Abgang eines Großsponsors, der gleichzeitig Präsident war, in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Mit 180.000 Euro Förderung haben Gemeinde und Land einen Rettungsanker ausgeworfen, um die Kosten zur Erhaltung der Infrastruktur und des Nachwuchs-Spielbetriebs abzudecken.
40.000 Euro von der Gemeinde, 140.000 Euro vom Land
40.000 Euro kommen aus dem Gemeindebudget und 140.000 Euro aus einer „zweckgebundenen Bedarfszuweisung“ der Landesregierung. Für diese Rettungsaktion hagelt es Kritik der FPÖ. Landesparteiobmann Alexander Petschnig sieht eine „Hau-Ruck-Aktion Doskozils.“ Hier werde mit Steuergeld hantiert und eine massive Ungleichbehandlung gefördert, so Petschnig.
FPÖ fordert Rückabwicklung des „Deals“
FPÖ-Sportsprecher Markus Wiesler fordert hingegen „Respekt und Fairness gegenüber den Funktionären und Vereinen, die alles ehrlich erarbeiten und keine Sonderbehandlung genießen.“ Geht es nach der FPÖ, müsse der Deal rückabgewickelt und der Verein in die Insolvenz geschickt werden.
Gemeinde und Land verteidigen Rettungsschirm
SPÖ-Bezirksvorsitzende, Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf spricht bei der FPÖ-Kritik „von parteipolitisch motivierten Versuchen, Sportvereine und Gemeinden gegeneinander auszuspielen.“ In Siegendorf stehe die Jugendförderung mit 100 Kindern und die kommunale Infrastruktur im wahrsten Sinnen des Wortes auf dem Spiel. Hier seitens des Landes zu helfen, sei selbstverständlich. Auch Bürgermeisterin Rita Stenger (SPÖ) findet klare Worte für den Angriff der Freiheitlichen: „Es ist alles gesagt und Wahlkampf auf Kosten des Ehrenamts zu führen, bleibt beschämend.“








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