Ein „abscheulicher Missbrauchsfall“ wurde nun am Landesgericht St. Pölten verhandelt: Jahrelang wurde die eigene Tochter von beiden Eltern sexuell missbraucht, Fotos und Videos gewinnbringend verkauft. Haftstrafen!
„Es gibt Verfahren, die den Rahmen sprengen“, hält der Staatsanwalt gleich zu Beginn fest. So wie dieses: In diesem Fall haben die Eltern ihren Töchtern über Jahre Abscheuliches angetan. Das Martyrium, das vor allem die heute 13-Jährige, aber später auch ihre jüngere Schwester erleiden mussten, ist unvorstellbar. Ab 2016 soll der pädophile Vater die damals Fünfjährige als „Objekt seiner Begierde“ sexuell missbraucht haben.
Doch damit nicht genug. Rund fünf Jahre später wurde auch die Ehefrau und Mutter in die kranken Fantasien des 37-Jährigen hineingezogen. Von fingierten Chats unter falscher Identität bis hin zum gemeinsamen „Würfelspiel“ der drei (der Gewinner durfte über die sexuellen Handlungen bestimmen, bei denen auch die Mutter das Kind missbrauchte), fertigten die Eltern davon auch Foto und Videoaufnahmen an, die sie anschließend gewinnbringend verkauften.
Mehrjährige Haftstrafen für Eltern
Nun fassten der Briefträger und die Büroangestellten (36) wegen schweren sexuellen Missbrauchs sowie pornografischer Darstellung Minderjähriger 13 Jahre bzw. vier Jahre Haft sowie die Zahlung von 20.000 Euro Schmerzensgeld (für die ältere Tochter) aus. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
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