Nach der unfassbaren Horrortat am Freitag in Zistersdorf (NÖ) ist der Polizeieinsatz immer noch am Laufen. Frauenmörder Oleg M. sprengte sich – wie berichtet – in einem Weinkeller in die Luft, die Bergung der Leichenteile gestaltet sich schwierig.
Im 300-Seelen-Dörfchen Gösting bei Zistersdorf (Bezirk Gänserndorf) sitzt der Schock tief, die vergangenen Tage zehrten an den Nerven der Bewohner. Und immer noch ist das Surren von Polizeidrohnen und Robotern zu hören. Rund um den Winzerhof, wo sich am Wochenende die blutige Tragödie abgespielt hat, sind nach wie vor Kriminalisten im Einsatz.
Bergung der Leiche „wird Zeit in Anspruch nehmen“
Es gilt, die zerstückelte Leiche von Oleg M. aus dem einsturzgefährdeten Keller zu bergen. „Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen“, erklärt Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Die Sicherheit der Einsatzkräfte gehe vor. Dem Vernehmen nach muss noch ein Statiker hinzugezogen werden, eine Entscheidung soll frühestens Sonntagabend fallen. Bei der Explosion wurde der Winzerhof und auch Teile der Straße arg in Mitleidenschaft gezogen.
Erst der Mord, dann der Nervenkrieg
Freitagnachmittag brannten dem Slowaken die Nerven durch. Nach einem Streit schlitzte der 59-Jährige seiner Bekannten Barbara R. im Weingarten die Kehle auf – für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Im Anschluss an die Wahnsinnstat verschanzte sich der Bombenbastler in einem verzweigten Kellersystem und lieferte sich mit der Polizei eine stundenlange Nervenschlacht. Sie fand in einer mächtigen Detonation ihr jähes Ende – eine Bombe riss den Frauenmörder in Stücke.
Elite-Beamter auf dem Weg der Besserung
Bei dem Einsatz in der Nacht auf Samstag wurden auch zwei Cobra-Beamte durch eine Sprengfalle verletzt, einer davon schwer. Er befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung, es gehe ihm den Umständen aber entsprechend gut.
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