Freiheitliche kritisieren den roten Landtagspräsidenten im Burgenland wegen angeblich mangelnder Höflichkeit – doch der kann eigentlich gar nichts dafür.
Einen stillen Zuseher gab es bei der vergangenen Landtagssitzung auf den Besucherrängen im burgenländischen Landtag. Norbert Hofer, Dritter Nationalratspräsident und Spitzenkandidat der FPÖ, wohnte einem Teil der Sitzung in Eisenstadt bei. Offiziell begrüßt wurde er bei dieser allerdings nicht.
Respektlosigkeit?
Und das, obwohl er eines der höchsten Ämter in Österreich bekleide, wie FPÖ-Landesparteisekretär Daniel Jägerbauer kritisiert. SPÖ-Landtagspräsident Robert Hergovich wirft er deswegen Respektlosigkeit vor, schließlich werde auch jede Schülerklasse und Seniorengruppe auf den Besucherrängen begrüßt.
Verwunderung bei Präsidentenbüro
Beim Büro des Landtagspräsidenten weist man die Kritik hingegen verwundert zurück. Den Vorsitz habe zu dem Zeitpunkt der Zweite Landtagspräsident Walter Temmel (ÖVP) geführt – das sei der FPÖ auch bekannt. Grundsätzlich werde stets allergrößter Wert darauf gelegt, alle gleichzubehandeln, wird betont.
Versehentliches „Malheur“
Temmel gesteht das „Malheur“ ein. Er habe Hofer erst gesehen, als er den Vorsitzplatz wieder verlassen habe und sei davor nicht auf dessen Anwesenheit aufmerksam gemacht worden. Sonst hätte er Hofer selbstverständlich begrüßt.
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