Nach der 29. Bundesliga-Runde ist einiges klar: Mit Status quo können nur der LASK und Salzburg noch aus eigener Kraft, die Wiener Austria dafür gar nicht mehr Meister werden.
Der LASK ist definitiv der Sieger der Runde. Die Linzer siegten in Hartberg am Sonntag ungefährdet 5:1 (2:0) und liegen nun mit dem regierenden Meister Sturm Graz an Punkten gleichauf – die Oberösterreicher werden aber aufgrund der „Abrundungsregel“ nach dem Grunddurchgang besser gereiht. Daher heißt der aktuelle Tabellenführer der österreichischen Bundesliga LASK. Und der ist – weil es kein direktes Duell mit Sturm mehr gibt – aktuell eine von zwei Mannschaften, die noch aus eigener Kraft Meister werden können. Sturm Graz ist drei Runden vor Schluss aufgrund des erwurschtelten 1:1 daheim gegen die Wiener Austria auf fremde Hilfe angewiesen. Die Wiener Austria kann nach dem „X“ in Graz gar nicht mehr Meister werden. Hartberg sowieso nicht.
Neben dem LASK hat‘s theoretisch auch Salzburg noch in der eigenen Hand: Die Bullen bekommen‘s noch sowohl mit dem LASK als auch mit Sturm Graz zu tun, also mit beiden in der Tabelle vor ihnen stehenden Teams. Gewinnen die Bullen beide Partien und auch die letzte gegen Hartberg, sind sie Meister. Rapid spielt noch gegen den LASK, allerdings nicht mehr gegen Salzburg, ist also auf fremde Hilfe angewiesen. Sturm hat‘s ebenfalls nicht mehr in der eigenen Hand, weil der LASK nicht mehr wartet. Und gewinnt der LASK alle restlichen Spiele – gegen Rapid, Salzburg und die Austria -, ist er sowieso durch.
Viertes Remis in Serie
Für Sturm, zur 25. Runde noch vier Punkte voranliegender Tabellenführer, war das 1:1 gegen die Austria das vierte Remis in Folge. Die Titelverteidigung ist aus eigener Kraft damit nicht mehr möglich. In der kommenden Woche steht der Gang nach Salzburg an. Die Austria, die zum fünften Mal in Serie in Graz ungeschlagen blieb, empfängt den einen Punkt dahinter liegenden TSV Hartberg.
Mehr Tore schießen
„Wir haben natürlich mitbekommen, dass der LASK jetzt Tabellenführer ist“, sagte Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch: „Wie uns die Rolle des Jägers liegt, werden wir sehen. Aber damit haben wir uns noch nicht befasst.“ Immerhin: „Wir sind seit zehn Spielen unbesiegt – für die, die‘s noch nicht mitbekommen haben. Wir sind noch immer die beste Mannschaft im Frühjahr, auch wenn sich‘s für uns momentan nicht so anfühlt.“ Der Titelkampf komme einem „Schneckenrennen“ gleich, so Ingolitsch: „Wir müssen jetzt gut regenerieren , Mund abputzen und uns überlegen, wie wir im Saison-Finish mehr Tore schießen können.“
Erwartungsgemäß euphorischer hatte sich zuvor schon Didi Kühbauer gegeben. „Es war ein absolut souveräner Sieg“, freute sich der LASK-Coach nach dem Spiel seiner Mannschaft in Hartberg: „Einzig nach dem 3:1 in der zweiten Hälfte haben wir ein wenig nachgelassen, was aber auch verständlich ist, da wir das Spiel die meiste Zeit unter Kontrolle hatten. Am Schluss haben wir noch zwei sehr schöne Tore erzielt, der letzte Treffer von Sasa Kalajdzic war ein Zauberschuss. Ich kann der Mannschaft nur ein großes Lob aussprechen.“
Das Titel-Finish bleibt, was die Bundesliga-Saison schon seit der ersten Runde ist: verrückt.
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