Bei dem Fund handle es sich "sicherlich um ein interessantes und äußerst seltenes Phänomen", sagte Wagner, der die Entdeckung zusammen mit Kollegen vom Florida Keys Community College bestätigte.
Solche Abnormitäten zu finden sei schwierig, weil Tiere mit solchen Anomalien in der Regel schon kurz nach der Geburt sterben. Im konkreten Fall habe ein Fischer den zweiköpfigen Hai gefunden, als er die Gebärmutter eines erwachsenen Tieres öffnete. Der junge Bullenhai sei kurz danach gestorben, er hätte aber ohnehin – wenn überhaupt – nur geringe Chancen gehabt, in freier Wildbahn zu überleben, so Wagner.
Zwei Köpfe, Herzen und Mägen
Das doppelköpfige Tier wurde in die Abteilung für Meereswissenschaften des Florida Keys Community College gebracht und später für weitere Untersuchungen in die Michigan State University transportiert. Dort fanden Wagner und sein Team mittels Magnetresonanztomographie (Bild 2) heraus, dass der Bullenhai nicht nur zwei Köpfe, sondern auch zwei Herzen und zwei Mägen hatte und sich etwa ab der Körpermitte zu einem einzigen Körper verjüngte.
Dass die Doppelköpfigkeit etwas mit der Umweltverschmutzung im Golf von Mexiko, wo sich 2010 eine gewaltige Ölpest ereignet hat, zu tun haben könnte, wollte Wagner nicht bestätigen. "Ich weiß, dass manche Menschen diesbezüglich voreilige Schlüsse ziehen. Das ist aber unseriös, denn dafür gibt es keine Beweise."
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