Wäre der Lenker nicht so unsicher gefahren, hätte eine Polizeistreife in Oberösterreich den Wagen vermutlich gar nicht gestoppt. Aus Angst vor einer Strafe, weil er noch keinen Führerschein hat, kamen der 28-Jährige und sein Beifahrer auf die glorreiche Idee, schnell noch die Plätze zu tauschen. Die Beamten ließen sich aber nicht austricksen.
Eine Polizeistreife wurde am Montag gegen 9.30 Uhr auf der B 127 im Gemeindegebiet von Puchenau auf einen Autolenker aufmerksam, der in Schlangenlinien fuhr.
Während sich die Beamten für die Anhaltung mit ihrem Streifenwagen vor den Pkw setzten, wurde der Wagen hinter ihnen immer langsamer. Die Beamten hielten das Fahrzeug an und konnten durch den Rückspiegel sehen, wie der Pkw langsam auf den dortigen Randstein aufrollte.
Als die Polizisten ausstiegen, kam sogleich ein 31-jähriger Mann aus Leonding auf sie zu und übergab ihnen den Führerschein. Er gab sich dabei als Lenker aus. Weiters saß ein durch die Beamten eindeutig als Fahrzeuglenker identifizierter Linzer (28) plötzlich am Beifahrersitz des Autos.
Geständnis noch an Ort und Stelle
Die Männer behaupteten zunächst steif und fest, dass der 31-Jährige gefahren sei. Im Lauf der Amtshandlung mussten die beiden dann aber zugeben, dass eigentlich der 28-Jährige gefahren sei und mit dem Beifahrer den Platz im Auto getauscht habe.
Das Motiv für ihre Aktion: Der 28-Jährige lernt gerade für die Fahrprüfung und hat noch keinen Führerschein. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Eine Anzeige folgt.
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