Nach irrem Logo-Streit

Sarden-Winzer beliefert Erzrivalen von Red Bull

Salzburg
08.10.2024 08:00

Er gewann den irren Logo-Streit gegen den österreichischen Getränke-Giganten! Winzer Mattia Muggittu zwang Red Bull vor Gericht in die Knie. Den Wein des Sarden gibt es jetzt auch in Salzburg – an einem ganz speziellen Ort. 

Es sind anstrengende Tage für Mattia Muggittu. Der Italiener schuftet derzeit wohl so schwer wie zu keiner anderen Zeit im Jahr. Die Weinlese auf seinem Gut im 2000-Seelen-Dorf Mamoiada auf Sardinien ist in vollem Gang. Und doch erledigt er die Arbeiten mit einem besonders breiten Grinsen im Gesicht – und einem Trikot des Fußballklubs SV Austria Salzburg am Oberkörper. Es ist ein Hinweis auf seine ganz besondere Verbindung nach Salzburg.

Red Bull scheiterte im irren Logo-Zwist krachend
Vor knapp einem Jahr ging der Getränkeriese Red Bull juristisch gegen den sardischen Winzer vor. Das Logo auf den Flaschen seines Weins soll jenem der Roten Bullen zum Verwechseln ähnlich sehen, argumentierte man beim Energydrink-Hersteller. „Lächerlich“ fand das hingegen Muggittu. „Mein Logo zeigt keine Bullen, sondern Ochsen“, betonte er. Denn: Seit jeher pflügen Ochsen seine Weinfelder. Das sah schließlich auch ein italienisches Gericht so und schmetterte die Einwände von Red Bull eiskalt ab – die „Krone“ berichtete.

Dieser Triumph über den Getränkemagnaten rief anschließend die Verantwortlichen des SV Austria Salzburg auf den Plan. Der Verein ist bekanntlich der Erzrivale des Red-Bull-Fußballklubs. Man schickte Muggittu einige Austria-Fanartikel und erwarb einige Flaschen des „Ochsen-Weins“.

Austria-Präsident Claus Salzmann hat den Wein bereits probiert.
Austria-Präsident Claus Salzmann hat den Wein bereits probiert.(Bild: Markus Tschepp)
Diese Ochsen waren Red Bull ein Dorn im Auge. Man scheiterte aber vor Gericht.
Diese Ochsen waren Red Bull ein Dorn im Auge. Man scheiterte aber vor Gericht.(Bild: Nikolaus Klinger)

Wein gibt es an diesem Wochenende zu kosten
Diesen schenkt man beim kommenden Heimspiel am 12. Oktober im VIP-Club des Stadions aus. Austria-Präsident Claus Salzmann meint dazu: „Mir gefällt es, dass ein kleiner Winzer standhaft bleibt und sich auch von einem riesigen Konzern nicht unterkriegen lässt.“ Und mit einem Grinser fügt er hinzu: „Dass es sich bei dem Konzern um Red Bull handelt, ist für die Austria eine echt witzige Sache.“

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