Zwei Bären sind schon tot, drei weitere noch in Not. Dennoch hilft weder die slowenische noch die österreichische Botschaft der Tierschutzorganisation, die die pelzigen Brummer in den Waldviertler Bärenwald nach Arbesbach in Sicherheit bringen möchte.
Bereits seit zwei Jahren bemüht sich Vier Pfoten intensiv darum, unter furchtbaren Bedingungen gehaltene Bären in Slowenien zu retten. Von den ursprünglich fünf Bären starb „Felix“ bereits vor Monaten. Jetzt traf es auch „Mitko“, der kurz vor seiner Rettung von seinem Besitzer eingeschläfert wurde – die „Krone“ berichtete. Er hätte in den Bärenwald nach Arbesbach im Bezirk Zwettl gebracht werden sollen.
Kampf um drei Bären geht weiter
Auch im Kampf um die verbleibenden Bären gibt es keine Hilfe. Dabei geht es um den 22 Jahre alten Restaurantbären „Mici“ aus Zirovnica, den etwa 20-jährigen „Tim“, der in einem derzeit gesperrten Zoo in Rozman seine Tage fristen muss und die 34-Jahre alte Restaurant- und Hotelbärin „Mascha“ aus Kocevje.
Vor sechs Jahren bereits begonnen
Die ersten Lokalaugenscheine hat Vier Pfoten bereits 2018 gemacht, seit 2022 versuchte die Tierschutzorganisation mit mehr Druck endlich die Tiere zu befreien. Bei diesen Bären wäre Wiedereingliederung in die Wildnis unmöglich. Deshalb will man ihnen einen würdigen Lebensabend im Waldviertler Bärenwald bereiten. Trotz vieler Interventionen wird man aber bestenfalls vertröstet
Wir bekommen unzählige Meldungen von Touristen, die geschockt sind, dass in einem EU-Land noch immer diese schlimme Art von Bärenhaltung erlaubt ist.

Eva Rosenberg, Direktorin Vier Pfoten
Bild: © VIER PFOTEN | Adrian Almasan
Vier-Pfoten-Direktorin ist schwer enttäuscht
„Wir haben die österreichische Botschafterin in Slowenien, den slowenischen Botschafter in Österreich und auch die Tourismusbeauftragte um dringende Hilfe gebeten, allerdings ohne Erfolg. Das hat uns sehr enttäuscht. Für mich passt nicht zusammen, dass man einerseits ein modernes, naturnahes und beliebtes Tourismusland sein will und dann diese Tierqualen zulässt“, prangert Direktorin Eva Rosenberg an.
Im Bärenwald Arbesbach leben derzeit „Brumca“, „Mark“ und „Erich“. Dort erweitert man derzeit großzügig. Man hätte aber jetzt schon einen guten Platz für die drei slowenischen Bären, wo diese einen so gut wie möglichst artgerechten Lebensabend verbringen könnten.
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