Provisorium zu teuer

Klamme Stadtkassa: Eishalle endgültig Geschichte

Oberösterreich
28.09.2024 15:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Nach dem Abriss der Eishalle im Frühjahr 2023 wurde in Ried/I. im letzten Winter noch eine provisorische Lösung geschaffen und eine Messehalle in eine Eishalle umgebaut. Diese Variante ist laut VP-Bürgermeister Bürgermeister Bernhard Zwielehner nicht mehr leistbar. SP-Stadtvize Peter Stummer poltert.

Ohne Eishalle werden im kommenden Winter die Rieder auskommen müssen. „Unsere finanzielle Situation lässt das einfach nicht zu. Wir schaffen in diesem Jahr gerade noch ein ausgeglichenes Budget“, begründet VP-Bürgermeister Bernhard Zwielehner die Entscheidung. 120.000 Euro würde der Stadt eine neuerliche Benutzung der Messehalle als Ersatz-Eishalle kosten.

Fast 14.000 Besucher
Wie berichtet, wurde die alte Halle 2023 geschleift und im Vorjahr die Übergangslösung auf Schiene gebracht. Beinahe 14.000 Besucher wurden in den drei Monaten gezählt. Neben Eisläufern haben auch die Stocksportler und Eishockeyspieler die „neue“ Eishalle genutzt.

Schlagabtausch zwischen SP und VP
Vizebürgermeister Peter Stummer (SP) hat deshalb für das endgültige Aus der Eishalle kein Verständnis. „Beim Volkskundehaus mit jährlich 2600 Besuchern haben wir einen hohen Abgang, über die Schließung wird aber nicht diskutiert.“ Zwielehner kontert: „Wenn das die SP will, soll sie dafür einen Antrag stellen. Wir haben vor der Abstimmung zur Eishalle lange über die Finanzen gesprochen. Offenbar hat Stummer nicht zugehört, oder er will es nicht verstehen.“

Gratis-Tickets für Hallenbad
Als „Ersatz“ für die Eishalle bekommen laut Zwielehner nun alle Jugendlichen bis 18 Jahre einmal pro Monat einen Gratis-Eintritt ins Hallenbad.

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