Weil ein wichtiges Schreiben von einem Arzt nicht kam, fragte ein Pensionist bei der Post nach. Plötzlich kamen bei dem 64-jährigen Linzer 19 verloren geglaubte Zuschriften doch noch an. Bei der Post schließt man einen Ausfall der Zustellung aus.
Verärgert ist der frühere Linzer FP-Stadtrat und Ex-Chef der Linzer Müllabfuhr, Berthold Amerstorfer (64): „Zumindest in den vergangenen 14 Tagen habe ich keine Post bekommen.“ Auch Nachbarn waren betroffen: „Einer ist am 4. September auf Urlaub gefahren. Er hatte davor keine Post, als er heim kam auch nicht.“
Nachdem Amerstorfer und seine Frau auf einen Brief von einem Arzt gewartet hatten, und jener ihnen versicherte, dass er ihn längst abgeschickt habe, wurde der Pensionist stutzig und fragte bei der Beschwerdehotline der Post nach. Dort versprach man ihm einen Rückruf, sobald das Problem gefunden wäre. Auf diesen Anruf wartet Amerstorfer nach wie vor.
Plötzlich kam alles auf einmal
Doch zumindest die Briefe tauchten auf. „Drei Stunden nach dem Telefonat ging ich beim Postkasten vorbei, und plötzlich waren 17 Briefe und zwei Zeitschriften drinnen. Auch eine Einladung für eine Sitzung, an der ich teilnehmen hätte sollen, aber die war am Montag. Das älteste Schreiben war mit 29. August von der Post abgestempelt.“
Bei der Post reagierte man verwundert auf die „Krone“-Anfrage: „Ich kann ausschließen, dass an dieser Adresse drei Wochen lang keine Zustellung stattgefunden hat. Die Stammzustellerin war einige Zeit nicht im Dienst, andere Zusteller betreuten diesen Rayon. Aber auch dann gab es nur vereinzelte Tage, wo es wegen Krankenständen Verzögerungen gab.“
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