Schwere Unwetter suchten die Steiermark heim: Überflutungen und Sturm sorgten für große Schäden. Thörl wurde schon wieder hart getroffen. Heftige Niederschläge ließen den Thörlbach über die Ufer treten, Straßen wurden überschwemmt und Keller überflutet.
„Für jeden, der betroffen ist, ist das eine dramatische Situation und wirklich furchtbar“, sagt Siegfried Schrittwieser, steirischer Rotkreuz-Präsident und Thörler Urgestein, zur „Krone“. Seine Gemeinde war heuer schon mehrfach von schweren Unwettern hart getroffen worden, und auch diesmal ging der „Kelch“ leider nicht an den Bewohnern vorüber.
Heftige Niederschläge ließen den Thörlbach über die Ufer treten, Straßen wurden überschwemmt und Keller überflutet. Weil Lebensgefahr für die Bevölkerung herrschte, wurde sogar (bis zum Sonntagabend) Zivilschutzalarm ausgelöst: Die Feuerwehren standen im Großeinsatz, das Rote Kreuz gab Bereitschaftsalarm für seine Dienststellen aus, Rettungswagen positionierten sich an zentralen Stellen im Ort.
„Hab und Gut wieder unter Wasser“
„Viele Familien in Thörl haben schon wieder ihr Hab und Gut unter Wasser. Man muss sich vorstellen, welche Existenzängste diese Menschen haben“, so Schrittwieser, dessen Heim dieses Mal von der Flut verschont geblieben ist. „In unserem Keller laufen aber die Trocknungsgeräte noch vom letzten Hochwasser.“
Was den Thörler trotz allen Unglücks jedoch positiv stimmt, ist der Zusammenhalt unter der Bevölkerung: „In den Notlagen helfen die Leute einander wieder. Das ist ein schönes Signal für das Zusammenleben.“
In dramatischen Situationen gibt es wieder Leute, die einander helfen. Das ist ein schönes Signal für das Zusammenleben.

Siegfried Schrittwieser, steirischer Rotkreuz-Präsident aus Thörl
Bild: Christian Jauschowetz
„Hoffe, wir kommen mit einem blauen Auge davon“
Günther Wagner, Thörler Bürgermeister, war den ganzen Tag unterwegs, um Schadstellen auszumachen. Es gab zahlreiche Überschwemmungen, Hangrutschungen – und den Fußballplatz habe es „schon wieder erwischt“. „Gottseidank gibt es keine Verletzten. Ich hoffe, dass wir mit einem blauen Auge davonkommen“, sagt der Ortschef.
Die Einsatzkräfte mussten auch nach Kapfenberg ausrücken, wo die Mürz überging, auch im Bereich Mürzzuschlag und im oststeirischen Hartberg schrillte das Notruftelefon.
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