Grund für das Hochwasser ist laut Hydrografie-Experte Karl Maracek die Mischung von Plusgraden und dem Niederschlag im Landessüden - betroffen waren dabei insbesondere die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf. Ein Hochwasserende wurde nur vorsichtig mit "heute oder morgen" prognostiziert.
Schneedecke vom Regenwasser "voll wie ein Schwamm"
Laut Telefonaten mit Menschen vor Ort wisse man, dass die Schneedecke mancherorts noch etwa 20 Zentimeter hoch sei und vom Regenwasser "voll ist wie ein Schwamm". Deshalb sei damit zu rechnen, dass diese Schneedecke noch Wasser abgibt, so Maracek.
Im Kampf gegen die Wassermassen waren zahlreiche Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. In Güssing wurden die Florianis bereits um 5 Uhr alarmiert. "Ein Keller stand etwa einen Meter unter Wasser, danach ging es mit den Alarmierungen Schlag auf Schlag", berichtete Stadtfeuerwehrkommandant Thomas Jandrasits.
Unterstützung von Freiwilligen und dem Bundesheer
Unterstützt werden die Feuerwehrleute auch durch das Bundesheer. "Wir haben in etwa 50 Leute angefordert, 30 davon werden weitere Säcke füllen, der Rest wird für den Transport und das Auflegen zuständig sein", erklärte Bezirkshauptmann Johann Grandits.
"Auf dem Plan steht nun, beim Altenwohn- und Pflegeheim einen Sandsackwall zu bauen", sagte Jandrasits. Die Lage habe sich in Güssing mittlerweile etwas entspannt. "Der Pegel der Strem steigt nach wie vor, aber nicht mehr in dem rasanten Tempo wie am Vormittag." Auch Maracek ging davon aus, dass das Schlimmste im Moment vorbei sei.
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