An der Enns und im Talbach sind neue Wasserkraftwerke geplant – doch die Gegner machen weiter mobil. Sie haben nun sogar einen Brief an den Abt von Stift Admont geschrieben. Denn dieses ist an Projekten beteiligt.
Mit aller Kraft versucht die Bürgerinitiative „Wilde Wasser“ die geplante Verbauung der Enns und des Talbachs zu verhindern. Jüngster Streich: Eine Online-Petition wurde ins Leben gerufen, 2446 Unterschriften konnte man (Stand Donnerstagnachmittag) bereits sammeln.
Begründet wird das Engagement so: „Die bis heute frei fließende Enns zwischen Mandling und dem Gesäuse ist nicht nur eine der letzten frei passierbaren Fließstrecken in Österreich, sondern auch eine Flusslandschaft mit ökologisch und naturschutzfachlich wertvollen Lebensräumen und somit ein wichtiger Faktor für Lebensqualität und Fremdenverkehr.“
Für sechs Standorte läuft eine Machbarkeitsstudie. Nachdem der Energiebedarf in der Region wächst, wird man sich etwas überlegen müssen.
Urs Harnik (Energie Steiermark)
„Generell kritisch gegenüber neuen Laufkraftwerken“
Steven Weiss, Biodiversitätsforscher an der Uni Graz, hat die Petition auch unterzeichnet. Seine Begründung: „Hinsichtlich des Renaturierungsgesetzes sehe ich in der Region enormes Potenzial. Zudem muss man heute gegenüber neuen Laufkraftwerken an frei fließenden Flussstrecken generell kritisch gegenüberstehen, da die Kosten-Nutzen-Rechnung meist nicht mehr stimmt.“
Indes wandte sich die obersteirische Bürgerinitiave auch in einem Brief an den Abt und den Wirtschaftsdirektor des Stiftes Admont, das ja gemeinsam mit der Energie Steiermark als Projektwerber auftritt.
Ihr Appell: von den „massiven Eingriffen in die Natur“ abzusehen. „Wir haben beide auf die Schreiben geantwortet und warten jetzt die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie ab, um danach sachlich über die Projekte zu diskutieren“, sagt dazu Wirtschaftsdirektor Franz Pichler.
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