Großer Aufschrei, als wir unser Sonntagsinterview mit Thilo Sarrazin damit ankündigten, dass vieles jetzt Konsens sei, was der Bestseller-Autor schon vor der Flüchtlingskrise 2015 vorausgesagt hatte. Er sei ein Hassprediger, hieß es, als Sarrazin 2010 vor zu vielen muslimischen Einwanderern und einer Parallelgesellschaft warnte. Als er erklärte, dass die hohe Inanspruchnahme von Sozialleistungen durch diese Migranten die Staatskassa belaste.
Seit 2015 wurden seine Befürchtungen noch übertroffen. Und immer mehr europäische Länder sehen sich nun gezwungen, Kurskorrekturen vorzunehmen.
Mittlerweile ist es sehr wohl Konsens, dass Asylberechtigte, die bei uns schwere Straftaten begehen, ihren Schutzstatus verlieren und in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden sollen. Dass Menschen, die aus einem Land vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, nicht dorthin zurück fliegen dürfen – ob man das nun Urlaub oder Heimatbesuch nennt, spielt keine Rolle. Dass illegale Migration durch verstärkte Grenzkontrollen innerhalb des Schengenraums gestoppt werden muss.
Unmissverständlich ist beim Thema Migration auch die „Stimme Österreichs“. Klare und strenge Asylobergrenzen! Ohne Deutsch keine Sozialleistungen. Gut ausgebildete Einwanderer statt Asyltouristen. All das galt vor nicht allzu langer Zeit noch als „rechts“ und fremdenfeindlich. Jetzt sind es Leitlinien für eine realistische Zuwanderungspolitik.
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