Therapie in Caracas

Chavez von Kuba nach Venezuela zurückgekehrt

Ausland
18.02.2013 14:21
Der an Krebs erkrankte venezolanische Präsident Hugo Chavez ist nach wochenlanger Abwesenheit wieder zu Hause. In einer Botschaft über den Kurznachrichtendienst Twitter gab Chavez Montag früh seine Heimkehr aus Kuba bekannt. Er dankte Gott und dem "geliebten Volk" und erklärte, seine Behandlung werde in Venezuela fortgesetzt.

Die Rückkehr zu diesem Zeitpunkt kam überraschend. Erst am Mittwoch hatte Vizepräsident Nicolas Maduro erklärt, der 58-jährige Staatschef müsse sich weiteren medizinischen Behandlungen unterziehen. Diese seien kompliziert, sollten die Erkrankung aber beenden. Am Montag verlautbarte Maduro dann, der Präsident werde von nun an in einem Militärkrankenhaus in Caracas behandelt.

In Live-Übertragungen des Fernsehens waren jubelnde Minister zu sehen. Einer von ihnen sang: "Er ist zurück, er ist zurück". "Wir sind überglücklich", ergänzte Maduro. In den nächsten Tagen sollen nähere Angaben zum Gesundheitszustand von Chavez veröffentlicht werden, hieß es.

"Wir werden leben und siegen!"
In seiner Twitter-Botschaft bedankte sich der linksgerichtete Präsident auch bei den Castro-Brüdern Fidel und Raul sowie dem kubanischen Volk. "Ich klammere mich weiter an Christus und vertraue meinen Ärzten und Krankenschwestern", ergänzte er. Er beendete seine Botschaft mit Che Guevaras Schlachtruf "Hasta la victoria siempre" (etwa: "Immer bis zum Sieg") und fügte hinzu: "Wir werden leben und siegen!" 

Chavez war am 11. Dezember zum vierten Mal wegen seiner Krebserkrankung in der kubanischen Hauptstadt Havanna operiert worden. Angesichts der Krankheit und der aufgetretenen Komplikationen hatte er nicht wie vorgesehen am 10. Jänner seine neue - bis 2019 dauernde - Amtszeit antreten können (siehe Infobox).

Die venezolanische Opposition warf der Regierung in jüngster Zeit immer wieder vor, Lügen über Chavez' sich angeblich verbessernden Gesundheitszustand zu verbreiten. Zuletzt wurden am Freitag Bilder vom Präsidenten veröffentlicht (siehe Infobox), die ihn mit zwei seiner Töchter zeigten. Er schien gesundheitlich in guter Verfassung zu sein, doch gleichzeitig hieß es, er leide unter Atemproblemen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
18.02.2013 14:21
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung