Die Landtagswahl im deutschen Bundesland Sachsen sorgt auch zwei Tage nach dem Wahltag noch für Aufregung. Nachdem am Montag die AfD wegen eines Softwarefehlers bei der Auszählung nachträglich ein Mandat verloren hatte, leitete am Dienstag die Polizei Ermittlungen wegen manipulierter Stimmzettel ein.
Demnach hatten Unbekannte bei mehreren Briefwahl-Stimmzetteln das gesetzte Kreuz überklebt und stattdessen die rechtsextreme Kleinstpartei Freie Sachsen angekreuzt. Etwa 100 Stück sind nach jetzigem Stand gefälscht, laut „Bild“ wäre der Großteil davon ursprünglich an die CDU gegangen. Das Dezernat Staatsschutz übernahm die Ermittlungen und stellte den Angaben zufolge zwei manipulierte Stimmzettel sicher.
Manipulierte Stimmzettel in zwei Wahlbezirken
Entdeckt wurden die manipulierten Stimmzettel in zwei Wahlbezirken. „Dieser Verdacht ist uns in Bezug auf die Wahlbezirke 36011 und 36012 bekannt geworden“, sagte ein Sprecher der Stadt Dresden.
Die beiden Wahlbezirke befinden sich in Langebrück im Norden von Dresden. Im Wahlbezirk 36012 schnitten die Freien Sachsen auffallend gut ab. Dort erreichten sie mit 59 Direktstimmen und 60 Listenstimmen jeweils 10,2 Prozent. Insgesamt kam die Kleinstpartei bei der Landtagswahl auf 2,2 Prozent.
Die Freien Sachsen werden vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.
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