Zum Jubiläum gabs keine Torte, sondern eine weitere Gefängnisstrafe.
Wegen eines Fahrraddiebstahls wurde ein 58-Jähriger aus dem Großraum Bregenz am Montag am Landesgericht Feldkirch erneut verurteilt.
„Es fällt mir bei ihnen wirklich kein einziger Milderungsgrund ein. Ihr ganzes Leben besteht nur aus Gefängnisstrafen“, meint Richter Philipp Plattner kopfschüttelnd. Angeklagt ist der gebürtige Innerösterreicher dieses Mal wegen eines Fahrraddiebstahls Anfang April vor dem AMS in Bregenz. Eine Mitarbeiterin hatte dort ihr E-Bike abgestellt. Als sie abends nachhause radeln wollte, war der Drahtesel verschwunden.
Opfer reagierte blitzschnell
Dass das Fahrrad gefunden und der Dieb überführt werden konnte, ist der schnellen Reaktion des Opfers zu verdanken. „Irgendwann sah ich einen Mann mit meinem Bike an mir vorbeiradeln“, berichtet die Zeugin. Kurz darauf habe sie dann das Diebesgut „herrenlos“ aufgefunden. Ob der Angeklagte auch der Dieb gewesen ist, kann die Frau im Prozess nicht hundertprozentig sagen. Der Mann habe aber graues Haar und sei „ein wenig korpulent“.
Auf der anderen Seite überzeugt der 58-Jährige mit seinen fadenscheinigen Ausreden weder Richter noch Staatsanwalt Richard Gschwenter, der anmerkt: „Mit Verlaub, gerade blond und dünn sind sie auch nicht. Außerdem wurde an Lenkstange und Fahrradschloss ihre DNA sichergestellt.“
Das nicht rechtskräftige Urteil: Zwanzig Monate Haft und weitere drei Monate, weil er die Tat innerhalb der Probezeit begangen hatte.
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