Heftige Debatte
Britisches Unterhaus segnet Homo-Ehe ab
Das Parlament in London stimmte mit einer Mehrheit von 400 zu 175 Stimmen für den Gesetzesentwurf. Camerons Tories und die Liberaldemokraten hatten sich dafür starkgemacht. Für den Premier ist das Ergebnis dennoch eine Ohrfeige: Nach Schätzungen der Opposition votierten bis zu 139 konservative Abgeordnete gegen die Homo-Ehe. Parteiinterne Abweichler hatten bereits zuvor bei wichtigen Abstimmungen, etwa zu Europa-Themen, gegen Cameron Stimmung gemacht.
Laut dem nun beschlossenen Gesetz, dem noch das Oberhaus zustimmen muss, dürfen homosexuelle Paare in Zukunft zivil und kirchlich heiraten. Allerdings bestehen in der Praxis klare Einschränkungen: Die anglikanischen Hauptkirchen in England und Wales dürfen per Gesetz auch weiterhin keine Homosexuellen trauen. Andere kirchliche Gemeinschaften haben das Recht zu entscheiden, ob sie solche Eheschließungen zulassen.
Cameron: "Wichtig für unser Land"
"Die Ehe ist eine großartige Institution, und sie sollte da sein für Menschen, die homosexuell sind, und für Menschen, die das nicht sind", sagte Cameron, der an der sechsstündigen Parlamentsdebatte selbst nicht teilnahm. Das Gesetz sei "wichtig für unser Land und unsere Gesellschaft".
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