Drei Jahre spielte Aleksandar Dragovic höchst erfolgreich für Dynamo Kiew. Mit der „Krone“ sprach der 33-Jährige, der 100 Mal für Österreichs Nationalteam auflief, über Red Bull Salzburgs Gegner im Champions-League-Play-off und die Favoritenrolle, in der es für den Routinier keine zwei Meinungen gibt.
„Es ist gar nicht so leicht, Dynamo Kiew noch zu verfolgen“, sagt Aleksandar Dragovic zur „Krone“.
Der 33-Jährige spielte von 2013 bis 2016 für die Ukrainer, streifte in 111 Pflichtspielen den Dress des nationalen Rekordmeisters über und gewann zwei Meisterschaften sowie je einmal den Cup sowie Supercup.
Die Jahre in Kiew hat der Routinier, dessen Rückkehr zu seinem Heimatklub Austria Wien von den Fans gefeiert wird, genossen. „Ich hatte dort eine sehr, sehr schöne Zeit“, betont „Drago“. „Wir waren sportlich sehr erfolgreich, auch das Leben war toll.“
Der Verein habe die Spieler mit allem versorgte, was sie benötigten. Nachdem die Russen die Krim annektierten, wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Kicker erhöht. „Der Verein hat uns immer super geschützt, wir hatten einen Chauffeur, der uns zum Training und zu den Spielen gebracht hat.“
Inzwischen herrscht in seiner alten Wahlheimat Krieg, verteidigen die Ukrainer ihr Land gegen Aggressor Russland. „Leider Gottes gibt es dort Krieg. Dadurch habe ich auch den Verein ein bisschen aus den Augen verloren“, gesteht Dragovic.
Dragovic: „Dynamo ist der Traditionsklub Nummer eins“
Die Bedeutung des Vereins für die ukrainischen Fans ist ihm aber immer noch bestens bekannt. „Sportlich war Schachtjor Donezk in den letzten Jahren stärker, weil dort sehr, sehr viel Geld investiert wurde. Dynamo ist aber der Traditionsklub Nummer eins und von der Beliebtheit klar vorne. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch.“ Geht es nach den Fans, sollte Dynamo Jahr für Jahr die Meisterschaft gewinnen.
Im Vorjahr wurde man hinter Schachtjor Zweiter und schaffte so den Sprung in die Qualifikation zur Champions League. In dieser warf man zuletzt die Rangers aus Glasgow aus dem Bewerb (1:1 und 2:0), davor schoss man Partizan Belgrad mit 6:2 und 3:0 ab.
„Da habe ich sie mir angeschaut“, berichtet Dragovic. Der aktuelle Trainer, Oleksandr Shovkovskyi, zu seiner Zeit in Kiew Tormann und ist mit 637 Spielen Rekordspieler bei Dynamo. „Partizan war kein Maßstab. Dynamo hat zweimal klar gewonnen mit einer sehr jungen, technisch starken Mannschaft. Man darf sie nicht unterschätzen, auf Außen haben sie mit Andriy Yarmolenko einen mit viel Speed, obwohl er nicht mehr zu den Jüngsten zählt.“
Doch auch in Salzburg sieht Dragovic etwas im Entstehen. „Mit dem neuen Trainer (Pep Lijnders, Anm.) haben sie ein neues Feuer entfacht. Man hat zwar gesehen, dass sie auch mal hinten offen und für Gegentore gut sind, aber unterm Strich gibt es für mich keine zwei Meinungen: Salzburg ist ganz klar der Favorit und wird sich für die Champions League qualifizieren!“
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