Vom Keller auf die Dächer und schließlich ins Gefängnis: So lässt sich eine äußerst spektakuläre Flucht zweier Krimineller in Wiener Neudorf im Bezirk Mödling (NÖ) kurz zusammenfassen, bei der auch die Feuerwehr eine entscheidende Rolle gespielt hat.
Die beiden Slowaken (41, 43) wurden zunächst von einem Bewohner dabei erwischt, als sie ein Kellerabteil durchsuchten. Das Duo gab sofort Fersengeld und flüchtete über Balkone auf die Dächer der Wohnhausanlage. Der Ältere wurde dort von der Flugpolizei lokalisiert. Er hatte sich bei seinen Klettereinlagen verletzt und wurde mit der Drehleiter der Feuerwehr nach unten gebracht.
Kurze Zeit später klickten im Stiegenhaus auch für den 41-Jährigen die Handschellen. Auch das Täterfahrzeug wurde gefunden. Es hatte gestohlene Kennzeichen montiert.
Frau zur Seite gedrängt
Auf das Konto der Männer sollen zahlreiche Kellereinbrüche gehen. Dabei haben sie Fahrräder, E-Scooter und Werkzeug im Wert von mehr als 20.000 Euro mitgehen lassen. Ein Teil der Beute wurde im Auto des 41-Jährigen, das in Wien abgestellt war, sichergestellt. Auch eine Nötigung wird ihnen vorgeworfen: Sie sollen bei der Flucht über eine offene Balkontür eine Wohnung betreten und dort eine Frau zur Seite gedrängt haben. Diese blieb aber unverletzt.
Die beiden Beschuldigten waren bei der Einvernahme teilweise geständig. Sie sitzen in der Justizanstalt Wiener Neustadt.
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