Um Geld zu sammeln
Todesschütze von Florida möchte Prozess verzögern
"Ich denke, wir werden noch weitere 200.000 bis 300.000 Dollar brauchen. Es gibt noch viel zu untersuchen", so Mark O'Mara, Zimmermans Verteidiger. Daher bemühe man sich derzeit, das Verfahren um sechs Monate nach hinten zu verschieben. Bisher war der Prozessauftakt für Juni geplant gewesen.
Zimmerman hofft auf 30.000 Dollar pro Monat
Eine neue Spendenwebsite, die am Mittwoch online ging, zeigt dass Zimmerman von Mai 2012 bis Anfang Jänner 2013 bereits 314.000 Dollar an Spenden eingenommen hat. Damit werden derzeit all seine laufenden Kosten abgedeckt, auch seine Verteidigung. Ein Teil des Geldes floss zudem in seine Kaution.
Doch nun wird um noch mehr Spendengelder geworben. Ziel sei es, 30.000 Dollar monatlich zu lukrieren, heißt es auf der Seite.
17-Jährigen bei Patrouille erschossen
Zimmerman hatte Ende Februar 2012 in Sanford nahe Orlando den 17-jährigen Martin erschossen. Er war an jenem Abend auf Patrouille in seiner Nachbarschaft unterwegs und hielt den Teenager für einen Einbrecher. Zimmerman sagte aus, in Notwehr gehandelt zu haben. Der Bursche, der sich auf dem Weg von einem Einkauf nach Hause befand, war allerdings unbewaffnet. Die Polizei ließ Zimmerman zunächst laufen und berief sich dabei auf ein Gesetz, das Bürgern in Florida ein besonders weitreichendes Recht auf Selbstverteidigung einräumt.
Der Tod des afroamerikanischen Jugendlichen hatte in den USA zu einer aufgeheizten Debatte über Rassismus geführt, in die sich auch Präsident Barack Obama einschaltete. Martins Eltern warfen den Behörden vor, zunächst nicht angemessen ermittelt zu haben, weil ihr Sohn schwarz gewesen sei. Zimmerman bestritt in einem Interview mit dem TV-Sender "Fox News" im Juli, aus rassistischen Motiven gehandelt zu haben. "Ich bin kein Rassist und kein Mörder", sagte er damals. Der Angeklagte bedauerte den Tod des Jugendlichen, bekräftigte aber seine Version, dass Martin ihn zuerst angegriffen habe.
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