Ein Freispruch, wenn auch im Zweifel – so endete am Mittwoch der Prozess gegen einen Gastronomen (47) aus dem Bezirk Freistadt. Er stand vor Gericht, weil ihm vorgeworfen wurde, Ende Februar mit seinem Porsche einer Zivilstreife eine rasante Verfolgungsjagd geliefert, dabei drei unschuldige Autofahrer genötigt und gefährdet zu haben.
Doch der Beschuldigte hatte nach der Beratung mit seinem Anwalt behauptet, gar nicht selbst am Steuer gesessen zu sein. Denn es sei „Alex“ gewesen, ein ukrainischer Bekannter aus der Branche, der damals plötzlich im Linzer Lokal des Angeklagten aufgetaucht und dann in den Morgenstunden den schweren Porsche Richtung Mühlviertel gelenkt habe. Die Enddestination, eine Fischerhütte, habe er ihm ins Navi eingegeben. Dann sei der übermüdete Besitzer hinter ihm im Fond eingeschlafen und erst aufgewacht, als hinter ihnen schon die Zivilstreife mit Blaulicht nachraste.
Und dann kam „Alex“
„Alex“ habe sich nicht bremsen lassen, sei dann bei der Hütte aus dem Auto gesprungen und weggelaufen. Tatsächlich hatte der Verteidiger auch ein Geständnis des Ukrainers vorgelegt.
Restzweifel bleibt
Beim Verfahren selbst wurde vor allem ausgiebig durchgekaut, ob und wie bei der Raserei durchs frühmorgendliche Mühlviertel drei Unschuldige in Lebensgefahr gebracht worden seien. Der Einzelrichter fand jedenfalls, dass es nicht für eine Verurteilung reicht, sagte zum Angeklagten aber: „Es bleibt ein Restzweifel, ob Sie nicht selbst gefahren sind. “
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