Hunderte evakuiert

Extreme Brände halten Griechenland in Atem

Ausland
11.08.2024 23:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nördlich von Athen tobt ein Großbrand. Rauchwolken stiegen auf und erreichten die griechische Hauptstadt, die rund 30 Kilometer südlich liegt. 

Mehrere Dörfer und Ortschaften im Raum Varnavas und Marathon wurden evakuiert. In Begleitung von Feuerwehrwagen und der Polizei wurden Hunderte Einwohner in Sicherheit gebracht, wie das griechische Fernsehen zeigte.

Ein Sprecher der Feuerwehr schilderte im griechischen Rundfunk: „Die Flammen steigen mehr als 25 Meter hoch.“ Kurz vor Sonnenuntergang waren 15 Löschflugzeuge und elf Hubschrauber im Einsatz, wie die Feuerwehr mitteilte. „Es wird eine lange Nacht werden“, zeigte sich ein Offizier der Feuerwehr gegenüber Reportern vor Ort besorgt. Mehrere Hundert Feuerwehrleute und viele freiwillige Helfer seien im Einsatz, hieß es.

Zahlreiche Menschen erlitten Rauchvergiftungen und wurden in Krankenhäuser gebracht, wie griechische Medien berichteten. Fernsehreporter berichteten, dass sie Dutzende lichterloh brennende Häuser gesehen hätten.

Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern und Polizei
In einigen Fällen kam es zu Streitigkeiten zwischen Einwohnern und der Polizei. Viele Menschen weigerten sich trotz der sich nähernden Flammen, ihre Häuser zu verlassen und versuchten mit Gartenschläuchen, ihr Hab und Gut zu retten. Touristische Anlagen waren zunächst nicht bedroht, wie es in den Berichten hieß.

Die Lage bleibt äußerst gefährlich
Die Meteorologen und der Zivilschutz hatten über das Wochenende immer wieder gewarnt: Wegen der extremen Trockenheit und der zurzeit starken Winde rund um die Ägäis könne der kleinste Brand binnen wenigen Minuten zu einem Großfeuer werden.

Wie der jüngste Brand ausbrach, blieb zunächst unklar. Der Zivilschutz veröffentlichte eine Karte, auf der zu sehen ist, dass in der Region um Athen und in weiten Teilen Mittelgriechenlands die höchste Brandgefahrstufe herrscht. Die Lage werde auch in den kommenden Tagen äußerst gefährlich bleiben, teilte der Zivilschutz mit. In den meisten Regionen Griechenlands hat es seit Monaten nicht mehr richtig geregnet.

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