Für die einen ist die Einwanderungspolitik der vergangenen Jahre dafür verantwortlich, dass Österreich nun ein Islamismus-Problem hat. Andere wiederum hinterfragen die Ermittlungsschritte des Staatsschutzes und orten Versäumnisse der Polizei. Alles legitime Fragen.
Doch die Analysen der Terrorismus-Experten orten das Übel vor allem in den sozialen Medien. TikTok-Dschihadisten – so werden die immer jüngeren Attentäter der neuen Generation genannt. Geködert und radikalisiert werden die Teenager-Bomber auf Plattformen wie TikTok.
Zwischen lustigen Kurzvideos treten auf TikTok salafistische Influencer betont locker auf, sie werben in einfacher Sprache für einen extremistischen Islam. Sind die Teenager einmal radikalisiert, finden die potenziellen Attentäter die Anleitungen für einen Sprengstoffanschlag dann in Messenger-Diensten wie Telegram.
Trotz dieses erschreckenden Befunds nimmt erstaunlicherweise kaum jemand die sozialen Medien für diesen Irrsinn in die Pflicht. Denn nur die Betreiber der Plattformen sitzen an der Schaltstelle und wissen, was auf ihren Diensten passiert.
Wann wacht die EU-Kommission auf und schiebt dieser brandgefährlichen Entwicklung für unsere Demokratien einen Riegel vor, anstatt EU-Bürger mit angebundenen Verschlusskappen auf Flaschen zu nerven?
Wenn man Kinderpornos auf den sozialen Netzwerken löschen kann, warum sperrt man nicht auch islamistische Hassreden – auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze – für Minderjährige.
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