Die Vorstufe eines Tornados – eine sogenannte Trichterwolke – ist am Donnerstagnachmittag im Raum Krems in Niederösterreich beobachtet worden. In sozialen Medien wurden Fotos des Wetterphänomens gepostet. Meldungen über etwaige Schäden gab es bisher nicht.
Bei der Trichterwolke handle es sich um die Vorstufe eines Tornados, sagte Georg Pistotnik von Geosphere (vormals ZAMG) Austria auf APA-Anfrage. Tornados entstehen, „indem eine Gewitterwolke einen Luftwirbel“ aufsaugt, erläuterte er. Durchschnittlich kommt es seit 1998 in Österreich im Schnitt pro Jahr viermal zu diesem Wetterphänomen, so Pistotnik.
Herannahende Kaltluft als Auslöser
Nicht klar war vorerst, ob die Wolke, die gegen 13.40 Uhr nördlich von Krems gesichtet wurde, auch Bodenkontakt hatte. Dem ORF-Meteorologen Manuel Oberhuber – er veröffentlichte Bilder des Wetterphänomens auf X (siehe Posting unten) – zufolge, war „zusammenströmender Wind im Umkreis von mehreren Schauern und der herannahenden Kaltluft aus Westen“ der Auslöser für die Trichterwolke.
Trichterwolken können in Tornado übergehen
Im Unterschied zu einem Tornado bezeichnet eine Trichterwolke nicht den kompletten Wirbel, sondern nur dessen sichtbaren Teil. Der Wirbel selbst setzt sich unterhalb der Trichterwolke nach unten fort und kann daher auch jederzeit in einen Tornado übergehen.
Wichtig dabei ist, dass die durchgehende Rotation nicht optisch durch einen „Wolkenschlauch“ erkennbar sein muss, um zu bestehen. Sobald sich unter einer Trichterwolke also Verwirbelungen bzw. Schäden am Boden zeigen, sprechen Meteorologen von einem Tornado, der auch als Großtrombe oder Windhose bezeichnet wird.
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