Bald wäre die Zahlungsfrist, die das Gericht der Gemeinde Rietz gesetzt hatte, abgelaufen. In einer Sondersitzung beschloss der Gemeinderat daher, die Mittel auszuschütten. In Summe handelt es sich um 630.000 Euro, die die drei betroffenen Familien erhalten. "Die Zahlung ist wichtig. Die Zeit läuft uns davon. Die Häuser haben sich jedes Jahr einen bis zwei Zentimeter abgesenkt", berichtet Dietmar Sonnweber. Sobald das Geld eintrifft, könne mit der Sanierung begonnen werden.
Sanierungsplan in drei Phasen
"Diese schaut so aus, dass zuerst Mörtel in den Boden gespritzt werden muss, damit der Müll im Untergrund verfestigt wird, sodass die Häuser nicht weiter absinken können", erläutert Thomas Girardi, Anwalt der betroffenen Häuslbauer. In der zweiten Phase werden die Häuser angehoben, in der dritten die zahlreich vorhandenen Riss-Schäden ausgebessert. "Die Ausschreibungen sind alle vorhanden, wir werden sobald wie möglich starten. Die Zeit drängt", meint Sonnweber.
"Die Bewohner hängen an ihren Heimen"
Ein Abbruch der von Rissen durchzogenen Häuser ist vorerst kein Thema: "Die Bewohner hängen an ihren Heimen, die sie selbst erbaut haben", sagt Anwalt Girardi. Sollte ein Statiker jedoch zum Schluss kommen, dass das notwendig sei, "dann kommt auch ein Neubau infrage", bekräftigt Sonnweber.
Für die Familien in den drei Häusern endet ein 18 Jahre langer Leidensweg. 1995 wurden die ersten Risse festgestellt. Rietz bemüht sich nun auch beim Land um finanzielle Unterstützung.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.