Kampf gegen Korruption
Nächster russischer Ex-Minister verhaftet
Der seit Mai amtierende russische Verteidigungsminister Andrej Beloussow hat die Aufgabe, für Ordnung in der Militärführung zu sorgen und korrupte Elemente aus den Reihen des Ministeriums zu entfernen. In den vergangenen Wochen und Monaten wurden mehrere hochrangige Beamte des Ressorts im Zuge von Korruptionsermittlungen verhaftet. Nun klickten die Handschellen für den früheren Vize-Verteidigungsminister Dmitri Bulgakow.
Es sei eine Untersuchung in Gange, um seine „illegalen Aktivitäten“ zu untersuchen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA am Freitag unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Bulgakow sei in ein Untersuchungsgefängnis in Moskau gebracht worden.
Bis zu seiner Entlassung aus dem Amt im September 2022 war er für die Militärlogistik verantwortlich. Er ist der bisher letzte in einer ganzen Reihe ranghoher Personen im Verteidigungsministerium, die wegen Korruption angeklagt wurden.
Lange Serie an Festnahmen
Das rigorose Vorgehen gegen Korruption auf höchster Ebene begann am 23. April – also noch vor Amtsantritt Beloussows – mit der Festnahme des stellvertretenden Verteidigungsministers Timur Iwanow, eines engen Verbündeten von Ex-Minister Sergei Schoigu. Seither wurden mindestens fünf Angehörige des Militärs und des Verteidigungsministeriums festgenommen
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