Oft sorgen Diebstähle von Ortstafeln und Verkehrszeichen in Gemeinden des Burgenlandes für Ärger. Jetzt ging die Polizei einem anonymen Hinweis nach und spürte ein illegales Lager dieser ungewöhnlichen „Trophäen“ auf.
Verkehrszeichen und andere Schilder scheinen in gewissen Kreisen heiß begehrte „Sammlerobjekte“ zu sein. Immer wieder verschwinden über Nacht die blechernen Trophäen. Die Spur der Diebstähle in den vergangenen Jahren führt von Nickelsdorf über Forchtenstein und den Bezirk Oberpullendorf bis in den Landessüden.
Depot mit Reserveschildern
Die Stadt Oberwart hatte bereits 2014 nach einer Serie an dreisten Coups ein Depot mit Reserveschildern angelegt. Ein Exemplar kostete 300 Euro. So wollte man im Ernstfall rasch reagieren können und verhindern, dass die Verkehrsregeln außer Kraft gesetzt sind.
Denn sobald die Ortstafel an der Gemeindegrenze gefehlt hat, galt das Tempolimit von den üblichen 50 km/h im Ortsgebiet nicht mehr automatisch – ein Freibrief für Raser.
Sechs Schilder entdeckt
Zuletzt häuften sich erneut die Diebstähle. Einem anonymen Informanten ist nun zu verdanken, dass eine ganze Serie an Coups aufgeklärt. Sein streng vertraulicher Hinweis führte die Polizei zu einem illegalen Depot. Unter der von dem Insider angegebenen Wohnadresse stießen die Ermittler auf sechs Beutestücke.
Ermittlungen laufen
In dem Haus im Bezirk Güssing stellten die Beamten vier Ortstafeln aus Litzelsdorf, Unterwart und Rotenturm sowie zwei Verkehrszeichen sicher. Ob in den Fall weitere Täter verwickelt sind, wird derzeit noch ermittelt.
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