Hitze-Rekord gebrochen
Sonntag war weltweit heißester je gemessener Tag
Was sich viele bereits gedacht haben, wurde nun auch mit von den EU-Klimabeobachtern bestätigt. Am vergangenen Wochenende wurde erneut ein Hitze-Rekord gebrochen.
Sonntag, der 21. Juli, war laut dem EU-Beobachtungsdienst Copernicus weltweit der heißeste je gemessene Tag. Die Durchschnittstemperatur habe auf der Erde 17,09 Grad betragen, teilte Copernicus am Dienstag mit.
Hitzewellen auf der ganzen Welt
Damit habe man den Rekord aus dem Juli 2023 knapp übertroffen. Hitzewellen hatten die USA, Russland und Europa in der vergangenen Woche getroffen.
Im vergangenen Jahr waren im Juli gleich mehrere Tage hintereinander mit Rekordwerten registriert worden. Betrachtet man die einzelnen Monate, ist jeder seit Juni 2023 der jeweils wärmste gewesen. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass 2024 auch 2023 als heißestes Jahr ablösen wird.
Europa ächzt unter Rekord-Temperaturen
Besonders der Süden Europas wurde in den vergangenen Tagen von einer heftigen Hitzewelle heimgesucht. In Kroatien und Slowenien brachen mehrere Waldbrände aus, in Griechenland mussten Touristen-Hotspot wie die Akropolis in Athen gesperrt werden.
Das Gesundheitsministerium in Italien hatte bereits am Freitag für 17 größere Städte – darunter die Hauptstadt Rom, Florenz und Bologna – die höchste Hitze-Warnstufe ausgerufen. Das bedeutet, dass dort auch für gesunde Menschen negative körperliche Auswirkungen drohen können. Der Wetterdienst der Luftwaffe prognostiziert in Rom und Florenz Temperaturen um die 38 Grad, in Bologna und Perugia zwischen 36 und 37 Grad.
Mädchen in Wiener City kollabiert
In Wien musste die Rettung ausrücken, nachdem mehrerer Mitglieder eines französischen Jugendchors in der Wiener City bei einer Chorprobe kollabiert waren. Der Zusammenbruch dürfte aufgrund von Hitze und Wassermangel verursacht gewesen sein. Drei Mädchen kamen ins Spital.
Im Neusiedler See ist der Wasserstand aufgrund der hohen Temperaturen in den vergangenen Wochen wieder gesunken. Seit Mitte Juni, wo der See mit 115,52 Metern über Adria sogar am langjährigen Mittel kratzte, ist er um 15 Zentimeter auf 115,37 Meter über Adria zurückgegangen. Das sei aber „nicht beängstigend“, sondern zu erwarten gewesen, hielt Christian Sailer, Leiter der „Task Force Neusiedler See“, fest. Auch für die Fische bestehe derzeit keine Gefahr.












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