Elf Tage hintereinander wurden in Klagenfurt 30 Grad gemessen. Das gab es bisher noch nie. Mit der Gluthitze ist es jetzt vorerst vorbei. Doch schon in den nächsten Tagen könnte der Tropensommer zurückkehren.
Zwischen den Jahren 1961 und 1990 gab es in Kärnten noch durchschnittlich sechs sogenannte Hitzetage pro Jahr. Heuer wurden in Klagenfurt allein in der ersten Sommerhälfte schon 15 Tage gezählt, an denen das Thermometer über 30 Grad angezeigt hat, davon elf hintereinander. „Das ist tatsächlich ein neuer Rekord. Bisher gab es höchstens zehn aufeinanderfolgende Tage. In Ferlach waren es heuer sogar zwölf“, erklärt der Meteorologe Paul Rainer von GeoSphere. „2010 wurden dort 16 Hitzetage am Stück gemessen.“
Es wird immer heißer
Grundsätzlich zeigt der Temperaturtrend eindeutig nach oben (siehe Grafik), die extremen Hitzerekorde liegen allerdings schon ein paar Jahre zurück. So sind die 38,1 Grad vom 28. Juli 2013 bislang (zum Glück) unerreicht. Und an den Rekordsommer von 2003, mit seinen 40 Hitzetagen, ist bisher nur der Sommer 2015 mit 34 herangekommen.
Doch wie schaut der Trend heuer aus? Schließlich haben wir mit 15 Hitzetagen nur drei Tage Rückstand auf 2003. „Vorerst dürften die Temperaturen gemäßigter werden. 30 Grad können am Sonntag und Montag erreicht werden, dann wird es kühler, erst zum Wochenende wieder wärmer“, sagt Rainer. „Aber im August kann es erneut zu Hitzeperioden kommen. Zu den Hundstagen ist es ja meist konstant heiß.“
Hitze verursacht Gewitter
Auch wenn wir uns alle einen sonnigen Sommer wünschen, ist eine Abkühlung durchaus hilfreich. Denn strahlende Sonne und heiße Luft sorgen nicht nur für Trockenheit und erhöhte Gefahr von Waldbränden. Wie es schon die vergangenen Tage und umso mehr die vergangenen Sommer gezeigt haben, bringt die Hitze auch immer wieder Unwetter mit sich. Die Millionenschäden durch Sturm, Hochwasser und Hagel sind eine direkte Folge der „geladenen“ Luft. Je heißer, desto mehr Verdunstung, die wiederum zu gewaltigen Gewitterfronten führt, die dann über Kärnten ihre Wassermassen entladen.
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