Was haben Madonnas "Like a Virgin", "Norwegian Wood" von den Beatles, "Kiss" von Prince odr auch Abbas "Dancing Queen" gemeinsam? Sie haben alle "beweisen, dass in jedem wirklich großen Song ein Countryherz schlägt" - behaupten zumindestens Texas Lightning. Und das ist - komädiantischerweise - nicht irgendwer. Denn als Drummer und (Aushilfs-)Sänger steht Olli Dittrich ("Die Doofen", RTLs "Samstag Nacht") als Aushängeschild im Vordergrund.
Das Perverse an der Sache ist ja nur, dass die Songs trotz allem nicht Klamauk sind, sondern funktionieren. Hauptschuld daran trägt die außergewöhnliche Sängerin Jane Comerford, die selbst "I am the dancing queen" so glaubhaft südstaatlerisch trällert, dass man gar nicht mehr auf die Idee käme, den Song mit 80er-Glampop in Verbindung zu bringen. Musikalisch kann man dem Quintett sowieso nichts vormachen und so steht am Ende eine etwas gewöhnungsbedürftige, aber durchaus gelungene CD mit insgesamt 14 Rock- und Pop-Klassikern im Country-Gewand. Einziger Wermutstropfen: wer - abgesehen von der Grundidee - auf das eine oder andere komödiantische Highlight wartet, wird enttäuscht. Dafür nehmen Texas Lightning ihre Musik dann doch wieder zu Ernst.
Fazit: 7,5 von 10 Lagerfeuer-Romantikanfällen
Von Christian Schleifer
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