Mi, 19. Dezember 2018

Autos zerquetscht

03.12.2012 07:06

Japan: Tunnel stürzt ein - 9 Menschen getötet

Ein Autobahntunnel bei Tokio ist für mehrere Autofahrer zur Todesfalle geworden: Beim Einsturz des Bauwerks auf mehreren Metern Länge kamen am Sonntag mindestens neun Menschen ums Leben. In dem Tunnel brach laut Medienberichten auch ein Feuer aus. Die Rettungsarbeiten wurden von schwerem Rauch enorm erschwert und waren zwischenzeitlich für drei Stunden unterbrochen, weil die Lage im Tunnel als zu gefährlich eingeschätzt wurde.

In dem 4,7 Kilometer langen Sasago-Tunnel in Otsuki, etwa 80 Kilometer westlich der japanischen Hauptstadt, seien zwei Autos regelrecht zerquetscht worden, nachdem die 20 Zentimeter dicke Tunneldecke auf einem Tunnelabschnitt eingestürzt war, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Mehrere Autos standen in Flammen
Allein fünf Leichen seien in einem Minibus gefunden worden, der von herabfallenden Deckenplatten getroffen worden und in Flammen aufgegangen war, berichtete der Fernsehsender NHK. Drei Tote habe es in einem Pkw, einen weiteren in einem Kühllastwagen gegeben. Zwei Frauen waren bei dem Unglück verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Betreibergesellschaft Central Nippon Expressway Co. teilte indes mit, die Decke sei in V-Form eingestürzt. Bei einer Routineinspektion im September seien aber keinerlei Defekte entdeckt worden. Die Tunnelverbindung, eine der längsten Japans, ist 35 Jahre alt.

Tunnelgesellschaft entschuldigt sich für Vorfall
Der Präsident der Tunnelgesellschaft, Takekazu Kaneko, entschuldigte sich bei einer Pressekonferenz am Firmensitz in Nagoya für den Unfall. "Es tut mir sehr leid, so einen schweren Unfall verursacht zu haben. Ich setzte nun alles daran, die zu retten, die drinnen zurückgeblieben sind", sagte Kaneko.

Das Unglück ist ein Schlag für Japan als High-Tech-Nation. Das Land rühmt sich seiner robusten Infrastruktur, qualifizierter Arbeitskräfte und strenger Regulierungen, während zugleich Politiker kritisiert werden, fragwürdige Projekte in Auftrag zu geben, die nur den örtlichen Baufirmen nützten. Die Regierung ist auch bestrebt, große Infrastrukturprojekte zu exportieren.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Seuntjens-Kunstschuss
„Schwarze Magie“ oder Pech des Jahres?
Fußball International
Stuhec schafft Double
Schmidhofer verpasst Sieg um fünf Hundertstel!
Wintersport
krone.tv-Style-Tipps
Natürlich, aber festlich? So geht der X-Mas-Look!
Video Lifestyle
Die böse Meerjungfrau
„Wow! Wie schön ist eigentlich Elsa Pataky?“
Video Stars & Society

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.