„Krone“-Kommentar

Bier: Die Macht des Weltkonzerns

Kolumnen
21.06.2024 06:15

Das kann teuer werden: Die heimische Bundeswettbewerbsbehörde bringt das größte Brauereiunternehmen Österreichs vors Kartellgericht. Nach dem Motto: Achtung, „der Kommissar geht um“, wurden zwei Jahre lang Unterlagen gesichtet, der Verdacht auf ein unerlaubtes Kartell scheint sich erhärtet zu haben. Aber keine Sorge: Der Betroffene der Ermittlungen ist kein heimischer Familienbetrieb, sondern mit Heineken einer der weltweit größten Konzerne in dieser Branche.

Der Vorwurf: Die Brau Union (gehört dem Heineken-Konzern mit seinen 15 Marken wie Gösser, Zipfer, Wieselburger, Kaiser, Reininghaus oder Puntigamer) könnte mit ihrem Marktanteil von über 60 Prozent ihre Marktmacht ausgenützt haben. Abnehmer, die auch andere Getränke oder Biere verkaufen wollten, mussten es büßen. Wer mit den Heineken-„Töchtern“ in Österreich arbeiten wollte, musste nach der Pfeife der Niederländer tanzen.

Wettbewerb ist gesund, aber das brutale Ausüben der Marktmacht nicht. Die USA als marktwirtschaftliches Land haben so eine Anti-Kartell-Behörde bewusst geschaffen. Diese hat schon Telefonkonzerne und Ölgiganten zerschlagen, in Österreich geht es vorerst um eine Millionenstrafe, die Heineken aus der Portokasse zahlen könnte.

Noch wünschenswerter wäre es, wenn sich die Kartellwächter auch um willkürliche Praktiken von öffentlichen Anbietern (Wasser, Kanal etc.) kümmern würden. Da wäre noch viel zu tun!

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