Ein Obdachloser behauptete, in Feldkirch eine Bombe gelegt zu haben. Nun wurde ihm deswegen der Prozess gemacht.
Mehrmals schon hat der 26-jährige Invalidenrentner Bekanntschaft mit dem Gericht gemacht. Sieben Einträge, drei davon wegen gefährlicher Drohung. Nun steht der Mann am Montag erneut wegen eines solchen Deliktes vor dem Richter.
Mehrere Bombendrohungen
Zunächst wählt der Obdachlose am 11. April den Notruf und behauptet, in Feldkirch eine Bombe deponiert zu haben. Ein Großaufgebot an Polizisten macht sich daraufhin auf die Suche. Eine Bombe finden sie jedoch nicht. Der Einsatz wird beendet. Tags darauf meldet sich der Anrufer erneut. Diesmal behauptet er, eine Bombe am Bahnhof Feldkirch gelegt zu haben. Wieder ist ein Großeinsatz der Polizei nötig, das Bahnhofsareal muss geräumt werden, Anrainer evakuiert. Tags darauf wird der Bombendroher verhaftet.
Wollte Schlafplatz in der Justizanstalt
Lapidar erklärt der Obdachlose im Prozess am Montag, was ihn zu den Drohanrufen bewegte: „Ich wollte einen Schlafplatz in der Justizanstalt erzwingen.“ Aufgrund seiner psychischen Krankheit sei er schon am LKH Rankweil behandelt worden. Richter Christoph Stadler verurteilt den Mann wegen gefährlicher Drohung mit Sprengmitteln rechtskräftig zu 14 Monaten Gefängnis und fügt in Richtung des Verurteilten hinzu: „Jetzt ist Ihr Wunsch nach einer Schlafstelle in der Justizansalt doch noch in Erfüllung gegangen.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.