Das Gelöbnis gegenüber dem Richter, einander nicht mehr zu treffen, hatten der Tschetschene (16) und der Afghane (17) gerade einmal eine Stunde lang gehalten. Dann machten sie sich wieder daran, neue Einbrüche zu planen. "Wir können dem Duo, das im Vorjahr 34 Coups begangen hat, 98 weitere Einbrüche nachweisen", sagt Günther Lessiak von der Villacher Polizeiinspektion Hauptplatz, die den Fall geklärt hat: "Es werden aber sicher 150 auf ihr Konto gehen."
47.000 Euro Beute und 65.000 Euro Schaden
Mit dem Taxi ließen sich die beiden, teils gemeinsam mit ihren Komplizen, einem 16-jährigen Italiener und einem Villacher (17), zu den Tatorten in Villach, Spittal, St. Veit und in Velden chauffieren. Während die Mittäter Schmiere standen, schlugen die Kriminellen meist mit einem Stein die Scheiben der Lokale und Geschäfte ein oder hebelten einfach die Türen aus, um danach die Räume auf der Suche nach Bargeld zu durchwühlen.
Insgesamt erbeutete das "Gauner-Duo" dabei 47.111 Euro. "Der bei den Coups angerichtete Sachschaden beträgt zusätzlich 65.000 Euro", berichtet der Ermittler. Mit dem Geld prahlten die Burschen bei ihren Freunden, investierten es in teure Markenkleidung und verspielten den Rest in Spielcasinos. Übrig ist von ihrer Beute so gut wie nichts mehr.
Duo mittels DNA-Analyse überführt
Mittels DNA-Spuren und in Polizeiverhören, in denen sich die Burschen gegenseitig beschuldigten, konnten die Verdächtigen jetzt endgültig überführt werden. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter sitzen nun wieder in U-Haft und dürften so schnell nicht mehr freikommen.
Gegen den 17-jährigen Afghanen wird zudem noch wegen Nötigung und Körperverletzung ermittelt. Er hatte einem Villacher Geld geben, um Drogen zu besorgen. Doch dieser hatte mit dem Bargeld lieber eine Shoppingtour mit Freunden unternommen. Dafür setzte es Prügel - und er musste bei den Einbruchstouren mitmachen.
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